Aluminium im Trinkwasser: Was ist das Problem?
Aluminium ist ein weit verbreitetes Element, das sowohl natürlicherweise als auch durch menschliche Aktivitäten ins Trinkwasser gelangen kann. In der Wasseraufbereitung wird es oft als Flockungsmittel verwendet, um Schwebstoffe zu entfernen. Normalerweise wird der Aluminiumgehalt dabei auf weniger als 0,2 mg/l reduziert, wie es die Trinkwasserverordnung vorschreibt. Allerdings kann Aluminium auch durch Korrosion von Rohren oder Armaturen innerhalb der Hausinstallation ins Trinkwasser gelangen. Besonders betroffen sind Aluminiumrohre oder -armaturen, die bei Korrosion oder beschädigten Beschichtungen das Metall ins Wasser freisetzen können.
Gesundheitsprobleme können bei hohen Aluminiumkonzentrationen auftreten, selbst wenn die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Forschungen deuten darauf hin, dass eine erhöhte Aluminiumbelastung mit Krankheiten wie Demenz und Alzheimer in Verbindung gebracht werden kann. Ebenso können Nervensystembeeinträchtigungen, Anämie und Arthritis auftreten, wenn größere Mengen Aluminium aufgenommen werden. Aus diesen Gründen ist es ratsam, regelmäßig Wassertests durchzuführen, um mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Möglichkeiten zur Reduzierung von Aluminium im Trinkwasser
Sie können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um den Aluminiumgehalt in Ihrem Trinkwasser zu minimieren:
1. Verwendung von Wasserfiltern:
- Umkehrosmosefilter: Diese Technik presst Wasser durch eine feine Membran, die Aluminiumionen und andere Schadstoffe entfernt. Umkehrosmose reduziert den Aluminiumgehalt um über 98 % und ist eine der effektivsten Methoden.
- Aktivkohlefilter: Spezielle Aktivkohlefilter können ebenfalls Aluminium aus dem Wasser entfernen. Achten Sie darauf, einen Filter zu wählen, der ausdrücklich für die Abscheidung von Aluminium geeignet ist.
2. Regelmäßige Wassertests:
Lassen Sie Ihr Trinkwasser regelmäßig testen, besonders wenn Sie einen privaten Brunnen betreiben. Verschiedene Wassertests können chemische Parameter und Schwermetallbelastungen analysieren und Ihnen Gewissheit über die Qualität Ihres Wassers geben.
3. Wasser vor Gebrauch ablaufen lassen:
Lassen Sie das Wasser aus dem Hahn einige Sekunden laufen, bis es kälter wird. Diese Methode hilft, mögliche Aluminiumrückstände aus den Rohren und Armaturen zu entfernen, besonders bei Stagnationswasser, das längere Zeit in den Leitungen stand.
4. Vermeidung von aluminiumhaltigen Installationsteilen:
Überprüfen Sie Ihre Hausinstallationen und ersetzen Sie Aluminiumrohre, Warmwasseraufbereiter und andere Komponenten, die Aluminium ans Wasser abgeben könnten. Dieser präventive Ansatz bietet eine langfristige Lösung gegen erhöhte Aluminiumwerte im Trinkwasser.
Durch die Kombination dieser Maßnahmen können Sie die Aluminiumbelastung in Ihrem Trinkwasser signifikant reduzieren und somit Ihre Gesundheit schützen.
Wassertests für die Aluminium-Analyse
Eine präzise Wasseranalyse ist notwendig, um festzustellen, ob Ihr Trinkwasser mit Aluminium belastet ist. Dies ist besonders wichtig für Betreiber privater Brunnen, da diese nicht den regelmäßigen Kontrollen öffentlicher Wasserversorger unterliegen. Hierzu stehen Ihnen spezialisierte Tests zur Verfügung:
1. Aluminium-Spezialtests:
Diese Tests sind darauf gezielt, den spezifischen Aluminiumgehalt in Ihrem Trinkwasser zu bestimmen. Moderne Labormethoden gewährleisten hierbei höchste Genauigkeit.
2. Umfassende Wasseranalysen:
- Komplett-Tests: Diese Analysen decken eine Vielzahl von Parametern ab, darunter Schwermetalle wie Aluminium sowie weitere Verunreinigungen wie Bakterien, Nitrit und Nitrat.
- Chemische Tests: Der Schwerpunkt dieser Tests liegt auf der Bestimmung chemischer Parameter wie Schwermetalle und Mineralstoffe.
- Rohrleitungstests: Diese Analysen konzentrieren sich auf Schwermetalle, die durch das Material Ihrer Rohrleitungen ins Wasser gelangen können.
3. Wassertests für sensible Gruppen:
Baby- und Schwangeren-Wassertests: Diese Tests untersuchen das Trinkwasser auf Parameter, die besonders für Babys und Schwangere relevant sind, um spezifische Gefahren für diese sensiblen Gruppen zu minimieren.
Durchführung der Wassertests
Der Prozess der Wasseranalyse besteht aus wenigen Schritten:
1. Bestellung des Test-Kits und Probenahme:
Sie erhalten ein Test-Kit, das alle erforderlichen Utensilien zur Probenahme enthält. Dann können Sie die Wasserprobe gemäß Anleitung entnehmen und versenden.
2. Analyse im Labor:
Das Labor wertet Ihre Probe aus und liefert Ihnen binnen weniger Tage ein detailliertes Testergebnis.
3. Ergebnisse und Beratung:
Viele Labore bieten zusätzliche Beratung an, um Ihnen bei Unklarheiten weiterzuhelfen.
Durch die Wahl des passenden Testverfahrens können Sie sicherstellen, dass Ihr Trinkwasser keinen erhöhten Aluminiumgehalt aufweist und somit keine Gefahr für Ihre Gesundheit darstellt.