Wieso eine Dusche statt Badewanne?
Wenn Sie in Erwägung ziehen, Ihre Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen, dann gibt es mehrere überzeugende Gründe für diese Entscheidung. Eine Dusche benötigt weniger Platz als eine Badewanne, was besonders in kleinen Badezimmern von Vorteil ist. Der dadurch gewonnene Raum kann für zusätzliche Stauraum- oder Designelemente genutzt werden, die Ihrem Bad eine neue Funktionalität und Ästhetik verleihen.
In Bezug auf den Wasserverbrauch ist die Dusche ebenfalls überlegen: Während ein Vollbad durchschnittlich etwa 150 Liter Wasser verbraucht, benötigt eine fünfminütige Dusche nur etwa 50 Liter. Dies macht die Dusche zu einer umweltfreundlicheren Option, die hilft, Wasser und somit auch Kosten zu sparen.
Neben der Platz- und Wassereffizienz spielt auch die Reinigung eine wichtige Rolle. Eine Dusche lässt sich in der Regel einfacher reinigen, da es keine umlaufenden Wannenränder gibt, an denen sich Schmutz absetzen kann.
Ein weiterer bedeutender Vorteil ist die Barrierefreiheit einer bodengleichen Dusche. Dies erleichtert nicht nur den Zugang für ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen, sondern reduziert auch das Unfallrisiko durch Stolpern oder Ausrutschen.
Optisch kann eine moderne Dusche Ihrem Badezimmer zudem ein stilvolles und zeitgemäßes Erscheinungsbild verleihen. Duschen bieten eine Vielzahl von Designmöglichkeiten – von eleganten Glasabtrennungen bis hin zu stilvollen Fliesen oder fugenlosen Wandpaneelen. Das erlaubt Ihnen, das Badezimmer nach Ihren Vorstellungen zu gestalten und gleichzeitig die Funktionalität zu maximieren.
Zu guter Letzt gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, die den Umbau von der Badewanne zur Dusche finanziell unterstützen können, insbesondere wenn dieser im Rahmen einer barrierefreien Badgestaltung erfolgt. So können Sie unter Umständen Zuschüsse von der Pflegekasse oder andere staatliche Förderungen erhalten, die den Umbau erschwinglicher machen.
Lösungsansätze für den Umbau
Wenn Sie Ihre Badewanne durch eine moderne Dusche ersetzen möchten, gibt es mehrere effektive Ansätze, um den Umbau effizient und ästhetisch umzusetzen:
- Direkter Austausch mit bodengleicher Duschtasse: Entfernen Sie die vorhandene Badewanne und setzen Sie eine flache oder bodengleiche Duschtasse an deren Stelle ein. Diese Variante ermöglicht eine barrierefreie Lösung.
- Installation einer Duschkabine auf bestehendem Fliesenspiegel: Nutzen Sie den bestehenden Fliesenspiegel, um eine Duschkabine darauf zu montieren. Dies ist besonders zeitsparend und kostengünstig.
- Nutzung von fugenlosen Wandpaneelen: Setzen Sie nach dem Entfernen der Badewanne fugenlose Wandpaneele ein, die wasserfest und pflegeleicht sind.
- Einsatz von wasserfester Wandbeschichtung: Nach der Entfernung der Badewanne können Sie die Wände im Duschbereich mit einer speziellen, wasserfesten Beschichtung versehen.
- Teilsanierung des Duschbereiches: Falls eine vollständige Badsanierung nicht nötig ist, können Sie den Bereich um die ehemalige Badewanne umgestalten.
Wichtige Arbeitsschritte
Unabhängig von der gewählten Methode sollten Sie folgende Schritte berücksichtigen:
- Vorbereitung: Schutzmaßnahmen für angrenzende Bereiche und Armaturen durch Abdecken. Entfernen Sie alte Silikonfugen und bereiten Sie die Fläche vor.
- Abrissarbeiten: Entfernen Sie die alte Badewanne und entsorgen Sie diese samt Schutt fachgerecht.
- Bodenarbeiten: Überprüfen Sie den Untergrund und passen Sie den Estrich an. Stellen Sie sicher, dass der Boden gut abgedichtet ist.
- Einbau der Duschtasse: Setzen Sie die neue Duschtasse oder Duschwanne und sorgen Sie für eine ordnungsgemäße Abdichtung.
- Wandverkleidung: Nutzen Sie neue Fliesen, Paneele oder eine Wasserbeschichtung, um die Wände im Duschbereich zu gestalten.
- Installation der Armaturen: Passen Sie die Wasseranschlüsse an und installieren Sie die neue Duscharmatur.
Vorbereitung und Durchführung des Umbaus
Die Vorbereitungen und die Durchführung eines Umbaus von der Badewanne zur Dusche sind entscheidend für ein erfolgreiches Ergebnis. Hier ist eine detaillierte Anleitung, die Ihnen hilft, den Umbau systematisch anzugehen:
1. Vorbereitung und Schutzmaßnahmen:
- Decken Sie angrenzende Sanitärobjekte und Armaturen sorgfältig ab.
- Schützen Sie den Boden rund um die Badewanne mit Vlies oder geeigneter Abdeckfolie.
- Entfernen Sie alte Silikonfugen und bereiten Sie die Fläche für die Demontage vor.
2. Demontage der Badewanne:
Beginnen Sie mit der vorsichtigen Entfernung der alten Badewanne. Entfernen Sie eventuell vorhandenes Mauerwerk und entsorgen Sie die Badewanne sowie den anfallenden Schutt fachgerecht.
3. Boden- und Untergrundarbeiten:
Überprüfen Sie den Untergrund auf Schäden und Unregelmäßigkeiten. Passen Sie den Estrich an und sorgen Sie für eine gleichmäßige Bodenfläche. Stellen Sie sicher, dass der Boden gut abgedichtet ist.
4. Installation der Duschtasse:
Setzen Sie die Duschfläche oder -tasse an die vorbereitete Stelle und achten Sie auf eine korrekte Abdichtung. Je nach System müssen unter Umständen die Wasseranschlüsse angepasst oder verlegt werden.
5. Wandverkleidung:
Entscheiden Sie sich für eine Wandverkleidung wie wandhohe Fliesen, wasserfeste Paneele oder eine fugenlose Wandbeschichtung. Bringen Sie die Verkleidung fachgerecht an.
6. Einbau der Armaturen:
Installieren Sie die notwendigen Armaturen und Duschköpfe gemäß den Herstellerangaben. Überprüfen Sie die Funktion und Verbindungen, um sicherzustellen, dass keine Lecks vorhanden sind.
7. Feinabstimmung und Abschlussarbeiten:
Verfugen Sie alle Übergänge und Anschlüsse sorgfältig mit geeignetem Silikon. Reinigen Sie den Arbeitsbereich und entsorgen Sie überschüssiges Material und Verpackungen fachgerecht.
Duschsysteme und Armaturen
Die Wahl des richtigen Duschsystems und der passenden Armaturen spielt eine entscheidende Rolle bei der Umgestaltung Ihres Badezimmers. Es gibt verschiedene Typen und Installationsarten, die sich in Funktionalität und Design unterscheiden.
Duschsysteme
- Aufputz-Duschsysteme: Bestehen aus einer Duschstange, einer Handbrause und einer Kopfbrause und sind relativ einfach zu installieren, da sie vor der Wand montiert werden.
- Unterputz-Duschsysteme: Bei diesen Systemen werden die Leitungen und ein Großteil der Installationen in die Wand eingebaut, was ein elegantes und modernes Erscheinungsbild schafft, jedoch höheren Installationsaufwand erfordert.
Armaturen
Neben dem Duschsystem selbst sind auch die Armaturen ein wichtiger Aspekt:
- Einhebelmischer und Zweigriffarmaturen: Diese klassischen Armaturen bieten einfache Bedienbarkeit. Einhebelmischer ermöglichen eine schnelle und intuitive Einstellung der Wassertemperatur und -menge.
- Thermostatarmaturen: Diese Armaturen sorgen dafür, dass die Wassertemperatur konstant bleibt, was mehr Komfort und Sicherheit bietet, indem plötzliche Temperaturschwankungen vermieden werden.
Sonderausstattungen
Für ein luxuriöses Duscherlebnis können Sie zu speziellen Duschpaneelen greifen. Diese vereinen mehrere Brausefunktionen und oft auch eine Thermostatsteuerung in einem System.
Elektroanschlüsse und Bodenbeläge
Elektroanschlüsse und der Bodenbelag spielen eine wichtige Rolle beim Umbau einer Badewanne zur Dusche. Hier sind die wesentlichen Punkte, die Sie berücksichtigen sollten:
Elektroanschlüsse
Für klassische Duschsysteme ohne elektrische Zusatzfunktionen sind keine neuen Elektroanschlüsse erforderlich. Sobald jedoch elektrisch betriebene Armaturen oder Duschsysteme mit Zusatzfunktionen eingebaut werden sollen, ist ein fachkundiger Elektriker nötig.
Bodenbeläge
Der Bodenbelag erfordert besondere Aufmerksamkeit:
- Bodenarbeiten: Stellen Sie sicher, dass der Untergrund gleichmäßig und gut abgedichtet ist.
- Abdichtung: Nach DIN 18534 müssen alle Flächen hinter und unter der Dusche sorgfältig abgedichtet werden.
- Belagauswahl: Wählen Sie einen wasserfesten und rutschhemmenden Bodenbelag, um die Sicherheit zu erhöhen.
Abschließende Arbeiten
Alle Übergänge und Anschlussstellen sollten mit geeignetem Silikon abgedichtet werden, um eine langanhaltende Abdichtung zu gewährleisten.
Mietwohnungen
In Mietwohnungen ist es notwendig, vor dem Umbau einer Badewanne zur Dusche das Einverständnis des Vermieters einzuholen. Dies sollte schriftlich erfolgen, um spätere Missverständnisse zu vermeiden. Der Mieter trägt in der Regel die Kosten für den Umbau selbst. In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, mit dem Vermieter über eine anteilige Kostenübernahme oder eine Anpassung der Miete zu verhandeln.
Vorgehensweise für Mieter
- Einverständnis einholen: Bitten Sie den Vermieter um ein Gespräch oder schreiben Sie eine formelle Anfrage.
- Kostenklärung: Stellen Sie sicher, dass der Vermieter weiß, dass Sie die Kosten tragen.
- Rückbauklausel: Verständigen Sie sich gegebenenfalls auf eine Sicherheitsleistung für den späteren Rückbau.
Zusätzliche Tipps
- Professionelle Durchführung: Lassen Sie den Umbau von einem Fachunternehmen durchführen.
- Fördermittel: Informieren Sie sich über mögliche Förderungen für barrierefreie Umbauten.
- Flexibilität: Berücksichtigen Sie, dass modular aufgebaute Duschsysteme den Rückbau erleichtern.
Durch diese Schritte können Sie sicherstellen, dass der Umbau Ihrer Badewanne zur Dusche reibungslos verläuft und sowohl für Sie als auch für Ihren Vermieter vorteilhaft ist.
Vorteile einer Dusche
Eine Dusche bietet viele Vorteile, die Ihren Alltag erleichtern können. In kleinen Badezimmern profitieren Sie vom gewonnenen Platz, der für zusätzliche Stauflächen oder Designelemente genutzt werden kann. Der geringere Wasserverbrauch einer Dusche im Vergleich zu einem Vollbad spart zudem Kosten und ist umweltfreundlicher.
Die Reinigung gestaltet sich einfacher, da Schmutz sofort abgespült wird und sich nicht am Wannenrand absetzt. Für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität stellt eine bodengleiche Dusche eine barrierefreie Alternative dar, die den Einstieg erleichtert und das Sturzrisiko verringert. Optisch aufgewertete Duschen bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die Ihr Badezimmer modern und stilvoll erscheinen lassen.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Umbau durch verschiedene Förderprogramme finanziell unterstützen zu lassen, besonders im Rahmen einer barrierefreien Umgestaltung.