Kann man Terrassenplatten direkt auf Rasen verlegen?
Das Verlegen von Terrassenplatten auf Rasen ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Gartenwege oder kleinere Terrassen anzulegen. Hierbei sollten jedoch einige wichtige Aspekte beachtet werden, um ein Absacken der Platten zu verhindern.
Vorbereitung und Verlegung
1. Materialwahl:
- Leichte Platten wie Trittplatten eignen sich besser als schwere Betonplatten, die ohne ausreichende Unterfütterung einsinken könnten.
- Alternativ können Materialien wie Naturstein oder Keramikfliesen verwendet werden.
2. Untergrund vorbereiten:
- Eine gute Vorbereitung des Untergrunds ist entscheidend. Der Boden im geplanten Verlegebereich sollte ausgestochen und mit einem Handstampfer verdichtet werden, um ein späteres Einsinken zu verhindern.
- Eine Schicht aus Füllsand oder Schotter kann zusätzlichen Halt bieten und unterstützt die Drainage.
3. Verlegeoptionen:
- Mit Grasfugen: Diese Verlegung verleiht der Terrasse oder dem Weg ein naturnahes Erscheinungsbild. Die Platten werden in Abständen verlegt, sodass Fugen aus Rasen entstehen können.
- Ohne Grasfugen: Hier werden die Platten mit Fugenkreuzen verlegt und die Zwischenräume mit Sand oder Splitt gefüllt. Ein Gefälle von 2-3 % ist wichtig für einen optimalen Wasserablauf.
4. Fixierung und Drainage:
- Die Platten sollten mit einem Gummihammer in die vorbereitete Fläche geklopft werden. Ein Wurzelflies kann das Graswachstum unter den Platten hemmen und die Stabilität erhöhen.
- Das Einfassen des Bereichs mit Randsteinen oder Metallschienen verhindert das Verschieben der Platten.
Besonderheiten und Tipps
- Leichte Nutzung: Diese Methode eignet sich besonders für wenig frequentierte Bereiche wie Gartenwege oder dekorative Terrassenflächen.
- Nacharbeiten: Kontrollieren Sie regelmäßig die Lage der Platten und richten Sie diese bei Bedarf neu aus.
Durch die richtige Vorbereitung und methodische Umsetzung können Sie Ihre Gartenlandschaft mit Terrassenplatten direkt auf dem Rasen stilvoll ergänzen.
Methode: Trittplatten verlegen
Das Verlegen von Trittplatten auf Rasen bietet eine charmante und natürliche Möglichkeit, Gartenwege zu gestalten. Diese Methode ist besonders einfach und erfordert nur grundlegende Werkzeuge.
1. Planung und Auslegen:
- Legen Sie die Trittplatten probeweise aus, um den exakten Wegverlauf und die Schrittlängen zu bestimmen.
- Nutzen Sie eine Schnur, um gerade Linien zu gewährleisten.
2. Umrisse markieren:
Markieren Sie die Umrisse der Platten mit Spatenstichen. Nehmen Sie die Platten anschließend wieder weg.
3. Aushub und Boden vorbereiten:
- Heben Sie an den markierten Stellen flache Löcher aus, sodass die Platten später bündig mit dem Rasen abschließen.
- Verdichten Sie den ausgehobenen Boden mit einem Handstampfer.
4. Unterbau erstellen:
Füllen Sie die ausgehobenen Löcher gleichmäßig mit einer Schicht aus Füllsand oder Kies. Optional kann Wurzelvlies verwendet werden.
5. Platten positionieren:
Setzen Sie die Platten in die vorbereiteten Vertiefungen und kontrollieren Sie die waagerechte Lage mit einer Wasserwaage. Korrigieren Sie unebene Stellen bei Bedarf.
6. Platten befestigen:
Klopfen Sie die Platten sanft mit einem weißen Gummihammer fest.
7. Fugen füllen:
Füllen Sie die Lücken zwischen Platten und Rasen mit Erde auf und drücken Sie diese gut fest.
8. Rasen nachsäen:
Säen Sie Rasensamen an den Übergängen nach und halten Sie die Bereiche regelmäßig feucht.
Durch diese methodische Herangehensweise entsteht ein stabiler und ansehnlicher Gartenweg, der den natürlichen Charme Ihres Rasens betont.
Methode: Terrasse mit Grasfugen
Diese Verlegemethode verbindet die Stabilität einer Terrassenfläche mit der natürlichen Schönheit von Rasengras.
Vorarbeiten
1. Planung und Abstecken:
Stecken Sie die geplante Terrassenfläche mit Pflöcken und Bindfaden ab und überprüfen Sie das Gefälle.
2. Aushub:
Heben Sie die Fläche der Terrasse etwa 20 cm tief aus und legen Sie die Fläche mit Wurzelvlies aus.
Untergrund vorbereiten
3. Fläche markieren und ausheben:
Schneiden Sie entlang der Kanten der ausgelegten Platten. Entfernen Sie die Platten und stechen Sie den markierten Rasen aus. Verdichten Sie den Boden mit einem Handstampfer.
4. Unterbau erstellen:
Fügen Sie eine Schicht aus Füllsand oder Kies hinzu und verdichten Sie diese. Optional kann ein Wurzelvlies ausgelegt werden.
Platten verlegen und abschließen
5. Platten verlegen:
Legen Sie die Platten auf die vorbereiteten Stellen und prüfen Sie die waagerechte Lage mit einer Wasserwaage. Justieren Sie bei Bedarf mit zusätzlichem Füllmaterial.
6. Platten befestigen:
Klopfen Sie die Platten sorgfältig mit einem Gummihammer fest.
Abschließende Arbeiten
7. Fugen begrünen:
Füllen Sie die Fugen mit Erde und säen Sie Rasensamen ein. Halten Sie die Samen feucht, bis der Rasen vollständig angewachsen ist.
Diese Methode schafft einen natürlichen Übergang zwischen Terrasse und Garten.
Methode: Terrasse ohne Grasfugen
Diese Methode erfordert mehr Vorbereitung, sorgt aber für eine stabilere und dauerhaft ebene Terrassenfläche.
Einfassung und Unterbau
3. Randsteine setzen:
Errichten Sie entlang der abgesteckten Fläche eine Einfassung aus Randsteinen. Fixieren Sie diese mit Trockenbeton und lassen Sie diesen aushärten.
4. Unterbau anlegen:
Füllen Sie die Fläche mit einer Schicht aus Schotter und verdichten Sie diese. Darauf tragen Sie eine Splittschicht auf und verdichten diese ebenfalls.
Platten verlegen und verfugen
5. Platten verlegen:
Beginnen Sie mit dem Verlegen der Betonplatten an einer langen Außenkante und verwenden Sie Fugenkreuze für gleichmäßige Abstände.
6. Fugen auffüllen:
Entfernen Sie die Fugenkreuze, klopfen Sie die Platten fest in das Splittbett und verfüllen Sie die Fugen mit Fugensand.
Diese präzise Methode garantiert eine ebene und stabile Terrassenfläche.
Zusätzliche Hinweise
- Entnehmen Sie die Platten immer aus mehreren Paketen, um Farbunterschiede auszugleichen.
- Bei der Verlegung von Betonplatten auf Rasen sollte der Untergrund mindestens 5-6 cm ausgehoben und auf ein Fundament aus Kies verdichtet werden.
- Verwenden Sie ein Unkrautvlies unter den Platten, um das Wachstum von Pflanzen zu verhindern.
- Halten Sie einen Fugenabstand von 3-5 mm ein und füllen Sie die Fugen abschließend mit geeignetem Fugensand.
Durch die genaue Beachtung dieser Hinweise können Sie die Haltbarkeit und Stabilität Ihrer verlegten Platten erheblich verbessern.