Warum zieht mein Brunnen Luft?
Das Ansaugen von Luft ist oft darauf zurückzuführen, dass der Wasserstand im Brunnenschacht zu niedrig ist, wodurch die Pumpe Luft anzieht. Andere mögliche Ursachen können verdichtete oder verhärtete Erdschichten sein, die die Wasserzufuhr behindern. Undichte Stellen im Brunnensystem, etwa bei Verbindungsstücken oder Ventilen, lassen ebenfalls Luft ins System gelangen. Ein defektes oder verstopftes Rückschlagventil kann den Wasserrückfluss in den Brunnen nicht verhindern und somit eine Luftansaugung verursachen. Schließlich kann eine ungünstige Position der Ansaugstelle ebenfalls dazu führen, dass Luft statt Wasser angesogen wird.
Lösungsansätze bei luftziehendem Brunnen
Ein luftziehender Brunnen kann verschiedene Ursachen haben. Hier sind detaillierte Ansätze, um das Problem zu beheben:
Ursachen und Lösungen im Überblick
1. Ansaugschlauch und Verbindungen überprüfen:
Dichtheit der Schlauchverbindungen: Überprüfen Sie, ob alle Verbindungen und Kupplungen des Ansaugschlauches einwandfrei abgedichtet sind. Oft sind schlecht montierte oder undichte Verschraubungen für das Ziehen von Luft verantwortlich.
Anschlüsse auf Lecks checken: Pekupplungen oder -verschraubungen sind häufig nicht für Vakuumsysteme geeignet. Es empfiehlt sich daher, Messing- oder Rotgussverschraubungen zu verwenden, die insbesondere bei Rückschlagventilen eine bessere Dichtheit bieten.
Position des Ansaugschlauchs: Achten Sie darauf, dass der Ansaugschlauch tief genug im Wasser liegt und fest fixiert ist, um das Ansaugen von Luft zu verhindern.
2. Rückschlagventile und Pumpenleistung anpassen:
Rückschlagventil installieren: Ein Rückschlagventil direkt über der Pumpe verhindert, dass die Wassersäule in der Leitung abfallen kann und somit Luft angesogen wird.
Pumpenleistung kontrollieren und anpassen: Eine zu starke Pumpe kann mehr Wasser fördern, als nachläuft, was zur Luftansaugung führt. Es kann hilfreich sein, die Förderleistung der Pumpe zu drosseln und sie auf die Ergiebigkeit des Brunnens anzupassen.
3. Wasserspiegel und Brunnenstruktur:
Wasserspiegel prüfen: Ein sinkender Wasserspiegel kann zu Problemen führen. Sollte der Wasserspiegel zu niedrig sein, erwägen Sie, den Brunnen tiefer zu setzen, um genügend Wasser fördern zu können.
Verkieselungen und Verockerungen beseitigen: Eisenablagerungen und Verockerungen können den Brunnen verstopfen. Eine chemische Reinigung oder Spülung mit geeigneten Mitteln kann die Ablagerungen lösen und die Wasserzufuhr verbessern.
4. Brunnen und Pumpe warten:
Regelmäßige Wartung: Führen Sie präventive Wartungsmaßnahmen durch. Dazu gehört das regelmäßige Entlüften der Pumpe sowie das Prüfen und Austauschen von Dichtungen und Ventilen.
Verunreinigungen verhindern: Decken Sie den Brunnen gut ab, um zu verhindern, dass Tiere oder Schmutz in das Wasser gelangen und es kontaminieren.
Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen
Sollten all diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, könnte es sinnvoll sein, eine Fachkraft zu konsultieren. Ein Brunnenbauer kann den Brunnen und das Pumpensystem genau untersuchen, die Ursachen diagnostizieren und geeignete Lösungen vorschlagen. Je nach Schwere des Problems kann dies bis zur Bohrung eines neuen Brunnens reichen.
Regelmäßige Wartungsarbeiten und eine gute Pflege tragen dazu bei, viele Probleme von vornherein zu vermeiden und die Lebensdauer Ihres Brunnens zu verlängern. Ein gut gewarteter Brunnen bietet eine verlässliche Wasserquelle für Ihren Garten und Ihr Haus.