Dusche im Gartenhaus: Planung und Umsetzung
Planen Sie sorgfältig den Einbau einer Dusche in Ihrem Gartenhaus, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dabei folgende Aspekte:
1. Bauliche Voraussetzungen:
- Statik: Stellen Sie sicher, dass die Bodenstruktur des Gartenhauses das zusätzliche Gewicht der Dusche inklusive der Wasserlast tragen kann. Eine Verstärkung des Bodens kann notwendig sein.
- Lüftung: Installieren Sie eine ausreichende Belüftung, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Ein elektrischer Entfeuchter kann helfen, die Raumluft trocken zu halten.
2. Platzierung der Dusche:
- Standortwahl: Wählen Sie einen günstigen Platz innerhalb des Gartenhauses, der wenig Umbauaufwand erfordert und gut für Wasserleitungen erreichbar ist.
- Abmessungen: Planen Sie eine Duschfläche von mindestens 60 x 90 cm ein und achten Sie auf die notwendige Kopffreiheit.
3. Wasserzu- und -abführung:
- Wasseranschlüsse: Prüfen Sie die Machbarkeit der Verlegung von Kalt- und Warmwasserleitungen zur Duscharmatur.
- Abwasserentsorgung: Stellen Sie sicher, dass das Abwasser ordnungsgemäß abgeleitet wird. Bei fehlender Kanalisation könnte eine Sickergrube oder ein Tank notwendig sein.
4. Materialien und Feuchtigkeitsschutz:
- Wasserdichte Materialien: Verwenden Sie feuchtigkeitsresistente Materialien wie Fliesen, speziellen Fliesenkleber und Fugenmasse.
- Imprägnierung: Schützen Sie Holzteile mit Hartöl, Bootslack oder Epoxidharz gegen Feuchtigkeit.
5. Ausrüstung und Installationen:
- Duscharmatur und Duschkopf: Achten Sie auf eine stabile und sichere Montage, und entkoppeln Sie die Armatur von der Blockwand, um Setzungsbewegungen auszugleichen.
- Duschabtrennung: Entscheiden Sie sich für eine passende Duschabtrennung, wie einen Duschvorhang oder eine feste Glaswand, um spritzendes Wasser zurückzuhalten.
Durch sorgfältige Planung und die Berücksichtigung der baulichen und technischen Voraussetzungen schaffen Sie eine funktionierende und dauerhafte Duschgelegenheit im Gartenhaus. Ziehen Sie bei Bedarf fachmännische Hilfe hinzu, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Warmwasserbereitung: Verschiedene Möglichkeiten
Für die Warmwasserbereitung in Ihrem Gartenhaus gibt es verschiedene Methoden:
1. Elektrische Durchlauferhitzer:
Diese eignen sich gut für eine schnelle und kontinuierliche Warmwasserversorgung. Sie erwärmen das Wasser direkt beim Durchfließen, benötigen jedoch einen Festanschluss mit höherem Kabelquerschnitt. Lassen Sie die Installation von einem Fachmann durchführen.
2. Gas-Durchlauferhitzer:
Diese sind flexibel und können mit Erdgas oder Flüssiggas (LPG) betrieben werden. Während Erdgas-Durchlauferhitzer einen Anschluss ans Gasnetz und eine jährliche Sicherheitsprüfung erfordern, bieten LPG-Durchlauferhitzer Mobilität durch den Anschluss an eine Gasflasche.
3. Warmwasserspeicher:
Warmwasserspeicher sind in verschiedenen Größen verfügbar und halten erhitztes Wasser auf Temperatur. Diese Lösung ist ideal, wenn Sie das Wasser vorab aufheizen möchten und weniger auf kontinuierlichen Warmwasserfluss angewiesen sind.
4. Solarduschen:
Solarduschen nutzen Sonnenenergie zur Wassererwärmung. Ein integrierter Tank speichert das Wasser und heizt es durch Sonneneinstrahlung auf. Diese kostensparende und umweltfreundliche Methode ist wetterabhängig und daher nicht ganzjährig nutzbar.
Wählen Sie die für Ihre Bedürfnisse passende Warmwassermethode, indem Sie die örtlichen Gegebenheiten und Ihre Anforderungen an Komfort und Bedienung berücksichtigen.
Duscheinbau: Schritt für Schritt
Bevor Sie mit dem Einbau der Dusche beginnen, stellen Sie sicher, dass alle nötigen Materialien und Werkzeuge bereitstehen:
- Duschwanne oder alternative bodengleiche Option
- Duscharmatur
- Wand zum Spritzschutz
- Wasserresistente Kacheln, flexibler Kachelkleber und Fugenmaterial
- Abdichtungswerkstoffe wie Dichtungsstreifen und Dichtungspaste
1. Duschtasse oder bodengleiche Dusche installieren:
Setzen Sie die Duschtasse sicher und stabil auf den Boden. Bei einer bodengleichen Dusche muss möglicherweise eine Vertiefung im Boden geschaffen werden, um den Ablauf korrekt zu verlegen.
2. Dichtungsarbeiten:
Bringen Sie ein Dichtband an den Schnittstellen zwischen Wand und Boden an und verwenden Sie für die Ecken sorgfältig Dichtmasse, um Wasserschäden zu vermeiden.
3. Montage der Duscharmatur:
Montieren Sie die Duscharmatur mittels einer Rutschleiste, um sie von Bewegungen der Blockhauswände zu entkoppeln und die Fliesen unbeschädigt zu halten.
4. Fliesen verlegen:
Beginnen Sie mit den Wandfliesen und achten Sie darauf, dass diese fest mit flexiblem Fliesenkleber befestigt sind. Verlegen Sie danach die Bodenfliesen unter Berücksichtigung des korrekten Gefälles zum Ablauf.
5. Fugen abdichten:
Nachdem die Fliesen verlegt sind, verfugen Sie diese mit flexibler Fugenmasse und achten besonders auf die Übergänge zwischen Wand und Boden.
6. Montage der Duschabtrennung:
Installieren Sie die Duschabtrennung sicher. Eine Stabilisationsstange kann zusätzliche Stabilität bieten, insbesondere wenn Sie eine Glaswand verwenden.
7. Abschlusstests und Feinarbeiten:
Überprüfen Sie alle Anschlüsse und Abdichtungen, bevor Sie die Dusche in Betrieb nehmen. Testen Sie die Funktionalität der Dusche, um sicherzustellen, dass das Wasser richtig abläuft und keine Lecks vorhanden sind.
Durch sorgfältiges Arbeiten und genaue Planung können Sie sicherstellen, dass Ihre Dusche im Gartenhaus langlebig und funktionsfähig ist. Bei Unsicherheiten zögern Sie nicht, einen Fachmann zurate zu ziehen.
Alternative: Die Gartendusche
Eine Gartendusche ist eine einfache und kostengünstige Alternative zur fest installierten Dusche im Gartenhaus, besonders praktisch in den warmen Sommermonaten. Hier sind einige Optionen und Tipps:
Grundlegende Modelle
1. Einfache Gartendusche mit Gartenschlauchanschluss:
Diese Modelle bestehen aus einem Ständer und einem Duschkopf, der an einen Gartenschlauch angeschlossen wird. Sie bieten eine schnelle Erfrischung nach der Gartenarbeit oder dem Sonnenbad.
2. Solarduschen:
Solarduschen erwärmen das Wasser mit Sonnenenergie. Ein schwarzer Tank speichert das Wasser und heizt es durch Sonneneinstrahlung auf Temperaturen bis zu 60°C.
Gestaltung und Standortwahl
Fester oder mobiler Standort:
Entscheiden Sie, ob die Gartendusche einen festen oder mobilen Standort haben soll. Eine mobile Dusche kann flexibel im Garten platziert werden.
Schutz vor neugierigen Blicken:
Verwenden Sie natürliche Sichtschutzelemente wie Holzwände oder Bambusmatten für mehr Privatsphäre.
Gestaltung des Duschbereichs:
Dekorieren Sie die Umgebung der Gartendusche mit Pflanzen oder alten Möbelstücken. Ein Handtuchhalter oder eine kleine Ablage für Pflegeprodukte erhöhen den Komfort.
Abwasserentsorgung
Sickergrube:
Legen Sie bei einem festen Standort eine Sickergrube für das ablaufende Wasser an, um Staunässe zu vermeiden.
Warmwasser-Optionen
LPG-Durchlauferhitzer:
Ein LPG-Durchlauferhitzer kann eine praktische Wahl sein, wenn Sie unabhängig vom Sonnenlicht duschen möchten.
Weitere Tipps
- Wählen Sie einen Standort in der Nähe des Gartenhauses oder einer Terrasse, um kurze Wege zurückzulegen.
- Achten Sie darauf, dass der Schmutzabfluss gut geplant ist, um matschige Rasenflächen zu vermeiden.
Eine Gartendusche bietet eine hervorragende Möglichkeit zur Erfrischung im eigenen Garten und lässt sich mit geringem Aufwand installieren.