Heizung befüllen mit enthärtetem Wasser: So gehen Sie vor
Bevor Sie Ihre Heizung mit enthärtetem Wasser befüllen, sollten Sie einige vorbereitende Maßnahmen ergreifen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Vorbereitung
- Heizungspumpe abschalten: Schalten Sie die Heizungspumpe und den Wärmeerzeuger, falls integriert, aus. Stellen Sie sicher, dass alle Thermostatventile der Heizkörper vollständig geöffnet sind.
- Schlauch vorbereiten: Füllen Sie den Schlauch vollständig mit Wasser, um das Eindringen von Luft in das Heizsystem zu verhindern.
Wasserzulauf anschließen
Verbindung herstellen: Verbinden Sie den gefüllten Schlauch mit dem KFE-Hahn (Kessel-Füll-und-Entleer-Hahn) der Heizungsanlage unter Verwendung einer speziellen Füllarmatur, um einen Rückfluss ins Trinkwassernetz zu verhindern.
Heizung befüllen
- Ventile öffnen: Öffnen Sie den Wasserzulauf und dann langsam den KFE-Hahn. Lassen Sie das Wasser in die Heizung fließen und kontrollieren Sie den Druck am Manometer.
- Druck überprüfen: Füllen Sie die Anlage bis zum empfohlenen Druckwert von etwa 1,5 bar. Beachten Sie dabei die spezifischen Herstellerangaben.
Nachbereitung
- Ventile schließen: Schließen Sie zuerst den KFE-Hahn und dann den Wasserzulauf.
- Heizkörper entlüften: Entlüften Sie alle Heizkörper, um eingeschlossene Luft zu entfernen. Sollte der Druck erneut abfallen, wiederholen Sie den Befüllvorgang.
- Schlauch entfernen: Trennen Sie den Schlauch vom KFE-Hahn, um das Trinkwassernetz vor Verunreinigungen zu schützen.
- Heizungspumpe einschalten: Schalten Sie die Heizungspumpe wieder ein und stellen Sie die Thermostatventile auf die gewünschte Position.
Weitere Hinweise
- Regelmäßiger Druckverlust: Ein kontinuierlicher Druckabfall kann auf ein Leck in der Anlage hindeuten und sollte von einer Fachkraft überprüft werden.
- Herstellerangaben beachten: Befolgen Sie stets die spezifischen Wasserqualitätsanforderungen Ihres Heizungsherstellers.
Methoden zur Wasserenthärtung für Ihre Heizung
Um Kalkablagerungen und Korrosionsschäden zu vermeiden, stehen Ihnen verschiedene Wasserenthärtungsmethoden zur Verfügung:
1. Mobile Enthärtungsanlagen:
Diese Geräte eignen sich für die Erstbefüllung oder gelegentliches Nachfüllen und arbeiten nach dem Ionenaustauschverfahren, bei dem Calcium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium-Ionen ausgetauscht werden. Sie sollten die Kartuschen regelmäßig überprüfen und austauschen.
2. Fest installierte Enthärtungsanlagen:
Diese Anlagen sind in die Wasserzuleitung integriert und filtern das Wasser kontinuierlich. Sie sind besonders für Haushalte mit häufigem Wasserbedarf oder hartem Wasser geeignet, sind automatisch und wartungsarm.
3. Teil- und Vollentsalzung:
Diese Verfahren reduzieren nicht nur die Wasserhärte, sondern auch die elektrische Leitfähigkeit. Die Teilentsalzung entfernt bestimmte Salze und Mineralien, während die Vollentsalzung einen verbesserten Korrosionsschutz bietet. Diese Methoden sind aufwändiger und kostenintensiver, bieten jedoch umfassenden Schutz für anspruchsvolle Heizungsanlagen.
Lassen Sie sich bei Bedarf von einer Fachkraft beraten, um die geeignete Enthärtungslösung zu finden.
Zusätzliche Hinweise
- Regelmäßige Anlagenkontrolle: Überprüfen Sie die Heizung regelmäßig auf sichtbare Schäden oder Anzeichen von Verschleiß wie Rost oder Lecks.
- Sicherheitsvorkehrungen: Stellen Sie vor der Wartung sicher, dass die Gaszufuhr und Stromversorgung ausgeschaltet sind. Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und sorgen Sie für eine gute Belüftung des Arbeitsbereichs.
- Drucküberwachung: Kontrollieren Sie regelmäßig den Druck in der Heizungsanlage, besonders zu Beginn und Ende der Heizperiode, und passen Sie ihn bei Bedarf an.
- Wasserqualität: Verwenden Sie nur Wasser, das den Anforderungen der VDI-Richtlinie 2035 und den Herstellerangaben entspricht, um Korrosionsschäden und Kalkablagerungen zu vermeiden.
- Externe Unterstützung: Bei Unsicherheiten oder wiederholten Druckverlusten sollte eine Fachkraft hinzugezogen werden, um mögliche Lecks zu lokalisieren und sicherzustellen, dass die Wasserqualität und der Druck optimal eingestellt sind.
Indem Sie diese Hinweise beachten, sichern Sie einen effizienten und störungsfreien Betrieb Ihrer Heizungsanlage.