Lösungsansätze für das Ausmauern mit Porenbeton
Um ein optimales Ergebnis beim Ausmauern von Fachwerk mit Porenbeton zu erzielen, sollten Sie einige essenzielle Punkte beachten:
- Vorbereitung der Gefache: Stellen Sie sicher, dass die Gefache sauber und frei von losen Teilen sind, bevor Sie mit dem Ausmauern beginnen. Ein gleichmäßiger Untergrund ist erforderlich, um ein problemloses Verarbeiten der Porenbetonsteine zu gewährleisten.
- Feuchtigkeitsmanagement: Berücksichtigen Sie beim Verbau von Porenbeton das Feuchtigkeitsmanagement. Trotz geringer Wasseraufnahme sollten Maßnahmen zur Feuchtigkeitsregulierung wie Hinterlüftung oder geeignete Abdichtungen ergriffen werden.
- Idealtemperatur: Arbeiten Sie bei Temperaturen zwischen 5 und 25 Grad Celsius. Extreme Temperaturen können die Eigenschaften des Klebemörtels und des Porenbetons negativ beeinflussen und somit die Haltbarkeit der Ausmauerung beeinträchtigen.
- Exaktes Zuschneiden: Schneiden Sie die Porenbetonsteine exakt auf die Maße der Gefache zu. Nutzen Sie eine Porenbetonsäge für saubere Schnitte. Unregelmäßig geformte Gefache erfordern besondere Sorgfalt.
- Verfugen der Anschlussfugen: Füllen Sie die Anschlussfugen zwischen Holz und Porenbetonstein mit einem elastischen Dichtstoff oder speziellen Anschlussmörtel, um Bewegungen des Fachwerks auszugleichen und Feuchtigkeit sowie Kältebrücken zu verhindern.
- Verstärkungsmaßnahmen: Wenn stabilere Steine benötigt werden, können Verstärkungen wie Glasfaserstreifen in den Mörtel eingebettet werden. Dies ist besonders in großen oder stark belasteten Gefachen sinnvoll.
- Winddichtigkeit: Nutzen Sie winddichte Materialien, um Fugen und Spalten zwischen den Porenbetonsteinen und dem Fachwerk zu verschließen. Dies schützt vor Zugluft und Wärmeverlust.
- Nachbearbeitung und Schutz: Tragen Sie nach dem Ausmauern eine geeignete Schutzbeschichtung oder Putzschicht auf die Außenflächen auf, die wasserabweisend und wasserdampfdurchlässig ist. So wird das Fachwerk optimal vor Witterungseinflüssen geschützt und Feuchtigkeit kann aus dem Inneren entweichen.
Alternative: Ausmauerung mit über das Fachwerk geführter Innendämmung
Diese Methode ermöglicht es, energetische Anforderungen zu erfüllen, ohne die äußere Optik des Fachwerks zu verändern. Damit die ästhetischen und wärmetechnischen Anforderungen eingehalten werden, sind folgende Punkte zu beachten:
1. Vorbereitung und Schutzmaßnahmen:
- Stellen Sie sicher, dass die Holzstruktur trocken, sauber und frei von Schäden ist. Behandeln Sie die Holzbalken bei Bedarf mit einem diffusionsoffenen Holzschutzmittel.
- Führen Sie eine horizontale Feuchtigkeitssperre zwischen Fachwerk und Unterkonstruktion ein, um aufsteigende Feuchtigkeit zu verhindern.
2. Dämmmaterialien wählen und anbringen:
- Verwenden Sie diffusionsoffene Materialien wie Holzfaserdämmplatten oder Lehmputz, die Tauwasser aufnehmen und wieder abgeben können.
- Bringen Sie die Dämmplatten fugenlos an und kleben Sie diese vollflächig mit Lehmkleber.
3. Schutz der innenseitigen Schicht:
Tragen Sie auf die Dämmplatten eine diffusionsoffene Putzschicht auf, beispielsweise Lehm- oder Kalkputz. Sorgen Sie dafür, dass der Endanstrich ebenfalls feuchtigkeitsdurchlässig ist.
4. Integration einer feuchte-adaptiven Dampfbremse:
Eine feuchte-adaptive Dampfbremse kann saisonale Feuchteschäden vermeiden. Diese passt ihren Durchlasswiderstand den Bedingungen an und sollte einen sd-Wert zwischen 0,5 und 2,0 m aufweisen.
Holzschutzmaßnahmen
Unabhängig von der gewählten Ausmauerungsmethode sind geeignete Holzschutzmaßnahmen unerlässlich. Unterteilen Sie die Maßnahmen dabei in konstruktiven und vorbeugenden Holzschutz.
Konstruktiver Holzschutz
Ein gut durchdachter konstruktiver Holzschutz ist fundamental, um übermäßige Feuchtigkeitsbelastung zu verhindern. Wichtige Maßnahmen umfassen:
- Dachüberstände: Ein größerer Dachüberstand schützt das Holz vor direkter Witterungseinwirkung und Schlagregen.
- Stockwerküberstand und Tropfnasen: Diese helfen, Regenwasser von der Fassade abzuleiten.
- Sperrschichten: Bringen Sie horizontale Feuchtigkeitssperren wie Bitumenbahnen zwischen Holz und darunterliegender Konstruktion an, um aufsteigende Feuchtigkeit zu vermeiden.
- Abgeschrägte Sockel: Sockelmauern oder Putzflächen sollten abgeschrägt sein, um Regenwasser abzuleiten.
Vorbeugender Holzschutz
Zusätzlich zum konstruktiven Schutz sollten chemische Maßnahmen in Betracht gezogen werden:
- Holzschutzmittel: Verwenden Sie sie nach normierten Vorgaben, um das Holz vor Insekten- und Pilzbefall zu schützen. Insbesondere verdeckte Holzbereiche sollten gründlich behandelt werden.
- Diffusionsoffene Anstriche: Diese ermöglichen eine Trocknung des Holzes. Achten Sie darauf, dass der sd-Wert des Anstriches unter 0,5 Metern liegt.
Regelmäßige Überprüfungen und Wartungen
Auch nach der Sanierung sollten regelmäßige Inspektionen durchgeführt werden:
- Inspektionen der Dach- und Stockwerküberstände
- Überprüfung der Wirksamkeit der Feuchtigkeitssperren
- Prüfung des Zustands der Holzschutzanstriche und gegebenenfalls Erneuerungen
Durch diese präventiven Maßnahmen und regelmäßige Pflege können Sie die Lebensdauer Ihres Fachwerks erheblich verlängern und verhindern, dass Feuchtigkeit und Schädlinge dem Holz zusetzen.