Fassadenfliesen: Die richtige Wahl für Ihre Außenwände
Fassadenfliesen sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Optik und Funktionalität Ihrer Außenwände zu optimieren. Sie schützen Ihr Haus zuverlässig vor verschiedenen Witterungseinflüssen wie Regen und Schnee und tragen zur langfristigen Werterhaltung Ihrer Immobilie bei. Fassadenfliesen sind zudem sehr widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen, was sie besonders langlebig macht. Das umfangreiche Angebot an Designs und Materialien ermöglicht es Ihnen, den Stil Ihres Hauses individuell zu gestalten.
Besonders Natursteine wie Granit sind außerordentlich robust und gleichzeitig ästhetisch ansprechend. Diese Eigenschaften helfen, langfristige Kosten zu minimieren und die Wartung gering zu halten. Die Reinigung der Fliesen ist zudem recht unkompliziert, was die Pflege Ihrer Fassade erleichtert.
Ob polierte, matte oder strukturierte Oberflächen – die Auswahl an Fassadenfliesen ist vielseitig. So können Sie die passende Lösung für die spezifischen Anforderungen und den Stil Ihres Hauses finden.
Anbringung von Fassadenfliesen: Angemörtelte Fassade
Die traditionelle Methode der angemörtelten Fassade wird zwar seltener angewendet, bietet jedoch nach wie vor robuste und beständige Ergebnisse, insbesondere bei historischen Gebäuden. Hierbei werden Fliesen direkt auf den Verlegeuntergrund oder einen vorbereiteten Unterputz gesetzt.
Methoden der Anbringung auf dem Verlegeuntergrund
- Direkt auf den Verlegeuntergrund: Dieser kann aus Mauerwerk oder Beton bestehen.
- Auf Unterputz: Hierbei wird eine Mörtelschicht auf den verputzten Untergrund aufgetragen, in die die Fliesen gesetzt werden.
- Auf bewehrtem Unterputz: Für mehr Stabilität und bei stärkeren Belastungen wird ein bewehrter Unterputz, verstärkt mit nichtrostendem Stahlgewebe, verwendet.
Mörtelverfahren: Dickbett- und Dünnbettmethoden
- Dickbettverfahren: Eine Mörtelschicht von 15 bis 20 mm wird aufgetragen, was ideal für unebene Untergründe ist, da der Mörtel Höhenunterschiede ausgleichen kann. Die Fliesen werden in die frische Mörtelschicht gesetzt und angeklopft.
- Dünnbettverfahren: Hierbei wird eine dünne Schicht von bis zu 10 mm aufgetragen, was für ebene und maßhaltige Untergründe bestens geeignet ist. Diese Methode erfordert eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds und ist schneller sowie materialeffizienter.
Verlegung auf Wärmedämmung
Auch bei Wänden mit Wärmedämmung kann die angemörtelte Fassade eingesetzt werden. Hierbei werden die Dämmplatten an die Außenwand montiert und fest verdübelt. Danach wird ein zweilagiger Unterputz aufgetragen, der gegebenenfalls bewehrt wird.
Sockelbereich und besondere Anwendungen
Im Spritzwassersockelbereich werden Natursteine bis zu einer Höhe von einem Meter angebracht, um die Fassade vor aufsteigender Feuchtigkeit und mechanischen Belastungen zu schützen.
Alternative Anbringungsmethoden für Fassadenfliesen
Neben der traditionellen angemörtelten Methode gibt es auch moderne Alternativen wie hinterlüftete Fassadensysteme und Wärmedämmverbundsysteme (WDVS).
Hinterlüftete Fassadensysteme (VHF) bieten eine mehrschichtige Struktur, bei der die Fassadenelemente auf einer Trägerkonstruktion befestigt werden, die einen Zwischenraum zur Dämmung schafft. Dieser Zwischenraum erlaubt eine kontinuierliche Luftzirkulation, die Feuchtigkeit abführt und Schimmelbildung verhindert. Diese Systeme sind insbesondere in feuchten Klimazonen geeignet.
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) integrieren die Dämmung direkt in die Fassadenkonstruktion. Dabei werden Dämmplatten fest mit der Außenwand verbunden und anschließend werden die Fassadenfliesen darauf verlegt. Diese Methode bietet hervorragende Wärmedämmung und reduziert die Heizkosten.
Überlegen Sie bei der Wahl der Anbringungsmethode, welche spezifischen Bedürfnisse Ihr Gebäude hat und wie die verschiedenen Systeme diese erfüllen können. Beide Methoden bieten eine hohe Flexibilität und können an die individuellen Anforderungen Ihres Bauprojekts angepasst werden.
Materialauswahl für Fassadenfliesen
Die Wahl des passenden Materials für Fassadenfliesen ist entscheidend für die ästhetische und funktionale Gestaltung. Folgende Materialien sind besonders geeignet:
- Feinsteinzeug: Dank seiner hohen Dichte und geringen Wasseraufnahme ist Feinsteinzeug äußerst robust und widerstandsfähig sowohl gegen Frost als auch gegen Witterungseinflüsse. Feinsteinzeugfliesen sind in verschiedenen Designs und Farben erhältlich.
- Steingut: Diese Fliesen sind kostengünstiger und bieten ansprechende optische Möglichkeiten. Aufgrund ihrer höheren Porosität sind sie jedoch nicht für frostgefährdete Außenbereiche geeignet.
- Betonwerkstein: Hergestellt aus Beton mit verschiedenen Zusatzstoffen, ist Betonwerkstein langlebig und widerstandsfähig gegen mechanische Belastungen.
- Terrakotta: Hergestellt aus gebranntem Ton, verleihen Terrakottafliesen eine warme, natürliche Optik und regulieren die Feuchtigkeit gut, erfordern jedoch regelmäßige Imprägnierungen.
Berücksichtigen Sie bei der Materialwahl die klimatischen Bedingungen und die spezifischen Anforderungen Ihrer Fassade. Feinsteinzeug und Betonwerkstein bieten herausragende Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit, während Terrakotta eine natürliche Ästhetik bietet.
Formate und Farben
Fassadenfliesen sind in einer Vielzahl von Formaten und Farben erhältlich, sodass Sie die Ästhetik Ihrer Fassade individuell gestalten können. Typische Formate reichen von kleinen quadratischen Fliesen bis hin zu größeren rechteckigen Varianten. Bei der Farbwahl reicht die Palette von klassischen, neutralen Tönen bis hin zu kräftigeren Farben. Auch verschiedene Texturen wie poliert, matt oder porös stehen zur Verfügung.
Mit der richtigen Auswahl an Formaten und Farben können Sie die architektonischen Besonderheiten Ihres Gebäudes betonen und eine harmonische Gestaltung erzielen. Achten Sie dabei auf Ihre ästhetischen Vorlieben und die praktischen Anforderungen Ihrer Fassade.