Warum das Mauern einer Fensterbank wichtig ist
Eine fachgerecht gemauerte Fensterbank übernimmt wesentliche Schutzfunktionen im Bauwerk. Im Außenbereich schützt sie die Fassade und das Mauerwerk vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen, indem sie Regenwasser gezielt ableitet und somit Feuchtigkeitsschäden, Schimmel und Moosbildung verhindert. Hierzu ist der Einbau einer Wasserabreißnut und die Einhaltung eines Überstands von etwa 30 bis 50 Millimetern wichtig.
Auch im Innenbereich hat die Fensterbank eine wichtige Funktion. Sie trägt zur Wärmedämmung bei und mindert Wärmeverluste, insbesondere über Fensteröffnungen. Zudem bietet sie eine praktische Fläche für Pflanzen und Dekorationen, was die Wohnlichkeit erhöht. Eine gut gemauerte Fensterbank trägt somit zur Energieeffizienz des Gebäudes bei und schützt gleichzeitig vor witterungsbedingten Schäden.
Methode 1: Fensterbank aus Klinkern mauern
Diese Methode empfiehlt sich besonders bei Hausfassaden aus Klinkersteinen.
- Vorbereitung der Fläche: Reinigen Sie die Laibung gründlich, um eine stabile Basis zu schaffen. Stellen Sie sicher, dass die Fläche eben und trocken ist.
- Materialauswahl und -bereitstellung: Wählen und überprüfen Sie die Klinker auf Gleichmäßigkeit in Größe und Farbe.
- Mörtel anmischen: Bereiten Sie den Mörtel entsprechend den Herstellerangaben vor. Die Konsistenz des Mörtels sollte gleichmäßig sein, um eine gute Haftung zu gewährleisten.
- Klinker verlegen: Tragen Sie Mörtel auf die Rückseite des ersten Klinkers auf und setzen Sie diesen an die vorbereitete Fläche. Arbeiten Sie mit einer Wasserwaage von einer Seite zur anderen, um die Klinker gerade und im Lot zu halten.
- Gefälle einstellen: Sorgen Sie für ein Gefälle von mindestens 5° nach außen, um den Wasserabfluss zu ermöglichen. Kontrollieren Sie dies regelmäßig mit einer Wasserwaage.
- Fugen verfugen: Füllen Sie nach dem Aushärten des Mörtels die Fugen mit einem Fugenmörtel und glätten Sie diese mit einem Fugeneisen.
Methode 2: Fensterbank aus anderen Steinen mauern
Für Fensterbänke aus Naturstein oder Ziegelsteinen gelten ähnliche Schritte wie bei Klinkern, mit zusätzlichen ästhetischen und praktischen Vorteilen.
- Steinwahl: Entscheiden Sie sich für frostresistente Steine wie Granit, Schiefer oder Marmor.
- Vorbereitung der Fläche: Reinigen Sie den Untergrund und entfernen Sie lose Teile und alten Mörtel.
- Mörtel vorbereiten: Nutzen Sie einen Mörtel, der zu dem gewählten Stein passt, und mischen Sie ihn gemäß den Herstellerangaben.
- Steine verlegen: Beginnen Sie in einer Ecke und arbeiten Sie systematisch weiter. Tragen Sie Mörtel auf die Rückseite des Steins und auf die Laibung auf. Stellen Sie ein Gefälle von 5–8° nach außen sicher.
- Fugen und Abdichtung: Schließen Sie die Fugen mit wetterbeständigem Fugenmörtel und dichten Sie die Fensterbank zusätzlich mit einem Dichtband oder einer speziellen Versiegelung ab.
Methode 3: Hochmauern unter der Fensterbank
Diese Methode ist nützlich, wenn der Abstand zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk zu groß ist.
- Vorbereitung und Materialwahl: Reinigen Sie den Bereich und entfernen Sie lose Teile. Nutzen Sie tragfähige und wetterfeste Steine wie Kalksand- oder Betonsteine.
- Unterbau und Nivellierung: Errichten Sie einen waagerechten Unterbau mit Unterlegklötzen und prüfen Sie die Ausrichtung mit einer Wasserwaage.
- Mauerung und Stützfunktion: Schichten Sie die Steine mit Mörtel lagenweise, um eine stabile Unterlage zu schaffen. Lassen Sie den Mörtel nach jeder Lage aushärten.
- Gefälle und Überstand: Stellen Sie ein Gefälle von etwa 5° nach außen und einen Überstand von rund vier Zentimetern sicher.
- Oberflächenfinish: Glätten Sie die Oberfläche nach Aushärtung des Mörtels, um eine ebene Auflagefläche für die Fensterbank zu bieten.
Montage der Fensterbank
Die Montage der Fensterbank erfolgt in mehreren Schritten:
- Maß nehmen und zuschneiden: Messen Sie die exakten Abmessungen der Fläche und schneiden Sie die Fensterbank entsprechend zurecht. Berücksichtigen Sie dabei auch die Länge der Einlassung.
- Unterbau und Ausrichtung: Platzieren Sie Klötzchen zum Unterlegen und richten Sie die Fensterbank mit Keilen aus, um ein Gefälle von mindestens 5° nach außen sicherzustellen.
- Anschlussprofile anbringen: Bringen Sie Schutzprofile und Putzanschlüsse zum Fenster und an beiden schmalen Seiten der Fensterbank an, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
- Befestigung: Tragen Sie Montagekleber auf und setzen Sie die Fensterbank vorsichtig ein. Stellen Sie eine gleichmäßige Verteilung des Klebers sicher. Drücken Sie die Fensterbank leicht an und korrigieren Sie mit einem Gummihammer.
- Beschweren und Aushärten: Beschweren Sie die Fensterbank während der Aushärtung des Klebers mit Gewichten. Lassen Sie den Kleber vollständig aushärten.
- Abdichtung: Dichten Sie die Fugen zwischen Fensterbank und Mauerwerk mit einem geeigneten Dichtstoff ab, um vor Feuchtigkeit zu schützen und Wärmeverluste zu verhindern.