Wie glättet man Silikonfugen richtig?
Um Silikonfugen sauber und gleichmäßig zu glätten, sind einige vorbereitende Schritte sowie die richtige Technik essentiell. Sobald das Silikon aufgetragen ist, sollten Sie zügig arbeiten, bevor das Material antrocknet.
- Fugen vorbereiten: Besprühen Sie die frische Silikonfuge mit einer Mischung aus Wasser und Spülmittel. Diese Lösung verhindert, dass das Silikon an den angrenzenden Oberflächen haftet, und erleichtert das Glätten.
- Den Fugenglätter ansetzen: Wählen Sie einen Fugenglätter in passender Breite und besprühen Sie ihn ebenfalls leicht mit der Seifenlauge. Setzen Sie den Fugenglätter dann im rechten Winkel zur Fuge an und ziehen Sie ihn in einem gleichmäßigen, sanften Zug entlang der Fuge, ohne abzusetzen, um eine glatte Oberfläche zu gewährleisten.
- Silikonreste entfernen: Entfernen Sie überschüssiges Silikon regelmäßig vom Fugenglätter mit einem feuchten Tuch, um eine saubere Arbeitsweise zu sichern.
- Nachbearbeitung: Kleinere Unebenheiten können Sie mit einem befeuchteten Finger glätten. Besprühen Sie dazu Ihren Finger ebenfalls mit der Seifenlauge und fahren Sie gleichmäßig über die Fuge.
- Aushärtung: Lassen Sie die geglättete Fuge gemäß den Herstellerangaben aushärten, bevor Sie sie berühren oder weiterbearbeiten.
Methode 1: Glätten mit dem Fugenglätter
Das Glätten mit einem Fugenglätter ist eine präzise Methode, um Silikonfugen gleichmäßig und sauber abzuschließen. Folgen Sie diesen Schritten für ein bestmögliches Ergebnis:
- Vorbereitung der Fuge: Schneiden Sie die Düse der Silikonkartusche schräg ab, um einen gleichmäßigen Auftrag zu ermöglichen. Setzen Sie die Kartusche in die Kartuschenpistole ein und halten Sie diese bereit.
- Silikon auftragen: Halten Sie die Kartuschenpistole in einem Winkel von etwa 45 Grad und bewegen Sie die Pistole gleichmäßig entlang der Fuge, sodass das Silikon die Fuge vollständig und ohne Lücken füllt.
- Besprühen des Silikons: Besprühen Sie die frisch aufgetragene Silikonfuge mit Glättmittel oder einer Mischung aus Wasser und Spülmittel, um das Anhaften des Silikons an angrenzenden Flächen zu verhindern.
- Ansetzen des Fugenglätters: Halten Sie den Fugenglätter so, dass die abgeschrägte Seite zu Ihnen zeigt, und besprühen Sie ihn ebenfalls mit Glättmittel.
- Fuge glätten: Setzen Sie den Fugenglätter im rechten Winkel zur Fuge an und ziehen Sie ihn gleichmäßig und mit leichtem Druck zu sich heran. Achten Sie darauf, den Vorgang in einem Zug durchzuführen.
- Überschüssiges Silikon entfernen: Entfernen Sie überschüssiges Silikon vom Fugenglätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier.
- Feinbearbeitung (optional): Um kleinere Unebenheiten zu korrigieren, können Sie Ihren Finger mit Seifenwasser befeuchten und leicht über die Fuge streichen.
Methode 2: Glätten mit dem Glättholz
Das Glätten mit dem Glättholz eignet sich besonders gut für präzise Silikonfugen und kann mit speziellen Sets sehr effektiv sein. Hier sind die Schritte für eine professionelle Anwendung:
- Vorbereitung: Entfernen Sie zunächst alte Silikonreste sorgfältig und reinigen Sie die Fugenflächen gründlich, um Schmutz und Fett zu entfernen.
- Glättholz vorbereiten: Wenn Ihr Glättholz-Set eine Dosierhilfe hat, führen Sie die Silikondüse durch die vorgesehene Öffnung und schneiden Sie sie bündig ab. Diese Methode sorgt dafür, dass die Düse exakt die richtige Breite für die Fugen hat.
- Silikon auftragen: Tragen Sie das Silikon mit einer Kartuschenpistole gleichmäßig in einem kontinuierlichen Zug auf, sodass die Fuge voll ausgefüllt wird.
- Ecken modellieren: Falls Ihr Glättholz-Set eine Kugel enthält, tauchen Sie diese in Glättmittel und formen Sie die Ecken der Fugen vor, indem Sie die Kugel etwa zwei bis drei Zentimeter entlang der Fuge bewegen.
- Fuge glätten: Tauchen Sie das Glättholz in Glättmittel und ziehen Sie es mit leichtem Druck und gleichmäßigem Tempo über die Fuge. Entfernen Sie überschüssiges Silikon direkt vom Glättholz.
- Nachbearbeitung: Benetzen Sie die geglätteten Fugen nochmals leicht mit Glättmittel. Für ein perfekt glattes Ergebnis können Sie mit einem befeuchteten Finger vorsichtig nacharbeiten.
- Silikonreste entsorgen: Entsorgen Sie überschüssiges Silikon regelmäßig, um eine saubere Arbeitsweise beizubehalten.
Methode 3: Glätten mit dem Finger
Für kleinere Ausbesserungen oder wenn kein Fugenglätter zur Hand ist, können Sie die Fugen auch einfach mit dem Finger glätten. Diese Methode erfordert wenig Material und ist besonders praktisch.
- Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass die Fuge sauber und frei von alten Silikonresten ist. Reinigen Sie die Flächen gründlich.
- Silikon auftragen: Tragen Sie das Silikon gleichmäßig entlang der Fuge auf. Achten Sie darauf, dass sie komplett ausgefüllt ist.
- Finger befeuchten: Füllen Sie eine kleine Schale mit Wasser und fügen Sie einen Spritzer Spülmittel hinzu. Tauchen Sie Ihren Finger in diese Mischung ein, um ein Anhaften des Silikons zu verhindern.
- Fuge glätten: Ziehen Sie mit leichtem Druck und in einer gleichmäßigen Bewegung den befeuchteten Finger über die frische Silikonfuge. Wischen Sie überschüssiges Material regelmäßig auf einem fusselfreien Tuch ab.
- Nachbearbeitung: Prüfen Sie die Fuge und korrigieren Sie gegebenenfalls Unregelmäßigkeiten. Sollten Luftblasen entstehen, können Sie diese einfach mit dem Finger ausdrücken und die Stelle erneut glattstreichen.
Diese einfache Methode erfordert keine speziellen Werkzeuge und kann dennoch zu sehr guten Ergebnissen führen, wenn sie sorgfältig durchgeführt wird. Mit etwas Übung werden Ihnen auch hier professionelle und ästhetisch ansprechende Fugen gelingen.