Aufbau einer Trennwand mit Gipswandbauplatten
Beim Aufbau einer Trennwand mit Gipswandbauplatten beginnen Sie damit, die Position der Wand exakt zu vermessen und zu markieren. Verwenden Sie hierfür eine Schlagschnur, um präzise Markierungen auf dem Boden und an den angrenzenden Wänden zu erzielen.
Anschließend bringen Sie elastische Rand-Dämmstreifen an Boden, Decke und Seitenwänden an. Diese Streifen sorgen für eine Schallentkopplung und gleichen eventuelle Unebenheiten aus. Verwenden Sie selbstklebende Randstreifen auf glatten Untergründen, andernfalls setzen Sie vlieskaschierte Streifen in ein Bett aus Gipskleber.
Die Gipswandbauplatten setzen Sie kraftschlüssig mit Gipskleber an die markierte Fläche. Beginnen Sie mit einer ganzen Platte und bestreichen die Stirnseiten großzügig mit Gipskleber. Positionieren Sie die Platten mit leichten Schlägen eines Gummihammers korrekt. Überschüssiger Gipskleber sollte sofort entfernt werden.
Nutzen Sie Nut- und Federverbindungen für eine passgenaue Verbindung. Beginnen Sie die zweite Reihe mit einer halben Platte oder einem zugeschnittenen Stück, um Versatzfugen zu vermeiden. Schneiden Sie Platten bei Bedarf mit einer Säge und entfernen Sie den Sägestaub gründlich, um eine saubere Verbindung zu gewährleisten.
Achten Sie bei der letzten Plattenreihe darauf, dass sie etwa 3 bis 4 cm unter der Decke endet. Schrägschnitte erleichtern das Füllen der Anschlussfuge, welche anschließend vollständig mit haftstarkem Füllgips ausgefüllt werden muss.
Sobald die Wand aufgebaut ist, verspachteln Sie Fugen und Anschlussbereiche und schneiden die überstehenden Rand-Dämmstreifen bündig ab. Danach behandeln Sie die Wandoberfläche nach Belieben weiter, sei es durch Tapezieren, Streichen oder Verfliesen. Beachten Sie die Notwendigkeit einer Grundierung, abhängig vom gewählten Wandbelag.
Vorbereitung und Material
Für den Bau einer Trennwand mit Gipswandbauplatten sollten Sie alle benötigten Materialien und Werkzeuge vorab bereitlegen. Sie benötigen:
Elastische Rand-Dämmstreifen: Um den Schall zu entkoppeln und Unebenheiten auszugleichen.
Gipskleber: Für die feste Verbindung der Platten.
Grundierung: Notwendig, falls dies der Endbelag der Wand erfordert.
Werkzeuge:
- Dosensenker: Um Dosen für Schalter und Steckdosen zu setzen.
- Spachtel inkl. Spachtelmasse: Zum Verspachteln von Fugen und Oberflächen.
- Gummihammer: Zum präzisen Ausrichten der Platten.
- Fräse oder Rillenzieher: Zum Einfräsen von Schlitzen für Elektroinstallationen.
- Handsäge (wie ein Fuchsschwanz): Um die Platten exakt zuzuschneiden.
Gipswandbauplatten: Bestimmen Sie die passende Stärke und Rohdichte nach Ihren Anforderungen.
Vermeiden Sie Beschädigungen der Platten beim Transport, insbesondere an den Kanten. Stellen Sie sicher, dass alle Materialien in ausreichender Menge vorhanden sind und Ihren Spezifikationen entsprechen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Wandaufbau
- Positionierung und Markierung: Bestimmen Sie den Verlauf der geplanten Trennwand auf dem Boden mit einer Schlagschnur und übertragen Sie die Markierungen an die Wände. Nutzen Sie eine Wasserwaage oder ein Lot zur genauen vertikalen Ausrichtung.
- Vorbereitung der Randbereiche: Bringen Sie elastische Rand-Dämmstreifen entlang der Boden-, Decken- und Wandanschlüsse an, um Schall zu entkoppeln und Unebenheiten auszugleichen. Bei glatten Untergründen verwenden Sie selbstklebende Streifen, bei unebenen Flächen vlieskaschierte Streifen auf Gipskleber.
- Erste Plattenreihe setzen: Tragen Sie Gipskleber auf die Stirnseiten der Platten und die Randstreifen auf und setzen Sie die Platten kraftschlüssig gegen Boden und Wände. Richten Sie die Platten mit einem Gummihammer präzise aus.
- Aufbau weiterer Reihen: Nutzen Sie die Nut- und Federverbindungen und tragen Sie Gipskleber auf die Verbindungen auf. Entfernen Sie überschüssigen Kleber aus den Fugen und setzen jede Platte passgenau. Beginnen Sie jede neue Reihe versetzt mit einem halben Plattenstück.
- Platten zuschneiden: Nutzen Sie eine Säge für passgenaue Zuschnitte und entfernen Sie den Sägestaub gründlich.
- Anschluss zur Decke: Die obere Plattenreihe sollte knapp unter der Decke enden. Füllen Sie die Anschlussfuge mit haftstarkem Füll- und Zargengips vollständig aus.
Nach der Montage können Sie die Wandoberfläche nach Wunsch weitergestalten. Bereiten Sie die Oberfläche für den gewählten Endbelag entsprechend vor.
Oberflächenbehandlung und Installationen
Nach der Montage der Gipswandbauplatten ist die Oberflächenbehandlung entscheidend für ein hochwertiges Ergebnis. Verspachteln Sie die Fugen und Anschlussbereiche mit geeigneter Spachtelmasse. Tragen Sie diese gleichmäßig auf und entfernen Sie überschüssiges Material, um eine glatte Oberfläche zu schaffen.
Für Elektroinstallationen fräsen Sie die erforderlichen Schlitze mit einer Fräse oder einem Rillenzieher, aber vermeiden Sie Stemmarbeiten. Setzen Sie präzise Aussparungen für Schalter und Steckdosen mit einem Dosensenker. Öffnungen für Türen können während des Aufbaus berücksichtigt oder nachträglich ausgeschnitten werden.
Schneiden Sie überstehende Rand-Dämmstreifen nach dem Verspachteln bündig ab. Wählen Sie Ihre Oberflächenbehandlung je nach gewünschter Endgestaltung:
- Tapezieren: Behandeln Sie die Wand mit einem Tapeziergrund, um die Saugfähigkeit zu mindern und das spätere Ablösen der Tapete zu erleichtern.
- Streichen: Verwenden Sie eine geeignete Grundierung für bessere Haftung und ein gleichmäßiges Farbergebnis.
- Verfliesen: Nutzen Sie eine spezielle Grundierung für die notwendige Haftung der Fliesen. Verspachteln der gesamten Oberfläche ist hier nicht zwingend erforderlich.
Für Sanitärinstallationen oder technische Einrichtungen wie Rohre und Leitungen empfehlen sich Verkofferungen, die leicht zu warten und zu modifizieren sind. Verwenden Sie imprägnierte Gipskartonplatten für zusätzliche Stabilität und Feuchteschutz.
Mit diesen Oberflächenbehandlungen und Installationen schaffen Sie eine ästhetisch ansprechende und technisch fundierte Grundlage für Ihr Bauprojekt.