Gussasphalt und Gesundheit: Entwarnung
Gussasphalt im Innenraum stellt keine Gesundheitsgefahr dar. Der Hauptbestandteil, Bitumen, wird zwar aus Erdöl gewonnen, ist jedoch nicht mit dem gesundheitsschädlichen Teer vergleichbar. Bei Raumtemperatur treten keine schädlichen Emissionen aus. Selbst unter Bedingungen wie Fußbodenheizung sind keine toxischen Ausdünstungen nachweisbar.
Ein weiterer Vorteil von Gussasphalt ist die fugenlose Verlegung, die eine hygienische und leicht zu reinigende Oberfläche bietet und eine gute Chemikalienbeständigkeit ermöglicht. Dies trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Sollten dennoch Bedenken bestehen, können professionelle Materialanalysen Gewissheit bringen.
Vorgehen bei Unsicherheiten bezüglich des Materials
Falls Unsicherheiten bestehen, ob der verwendete Bodenbelag tatsächlich Gussasphalt ist oder möglicherweise teerhaltige Produkte enthält, sind folgende Schritte ratsam:
- Materialanalyse durch Fachinstitute: Entnehmen Sie eine Materialprobe und lassen Sie diese analysieren, um den Gehalt an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und mögliche Asbestanteile zu überprüfen.
- Visuelle Inspektion und historische Bauunterlagen: Prüfen Sie vorhandene Dokumente zum eingesetzten Bodenbelag, insbesondere bei Gebäuden, die vor 1990 errichtet wurden. Eine Sichtprüfung kann ebenfalls Hinweise liefern.
- Beratung durch Fachkräfte: Lassen Sie sich von einem Bausachverständigen oder einem Experten für Innenraumschadstoffe beraten. Diese Fachkräfte können wertvolle Hinweise geben und über weitere Schritte informieren.
Handhabe bei altem Steinholzestrich oder Gussasphaltestrich
Beim Umgang mit altem Steinholz Estrich oder Gussasphaltestrich sollten Sie besonders vorsichtig sein, da diese Materialien möglicherweise Asbest enthalten. Folgende Schritte sind empfehlenswert:
- Erstuntersuchung und Risikoabschätzung: Identifizieren Sie das Alter und die Zusammensetzung des Estrichs anhand von Bauunterlagen oder durch visuelle Inspektion. Lassen Sie bei Unsicherheiten eine Materialprobe analysieren.
- Fachgerechte Überprüfung: Beauftragen Sie einen qualifizierten Sachverständigen oder ein spezialisiertes Unternehmen zur Analyse von Proben des Bodenbelags, insbesondere auf Asbest und PAK.
- Schutzmaßnahmen bei Asbestverdacht: Stellen Sie bei positivem Befund sofort alle Arbeiten ein, um die Freisetzung gesundheitsschädlicher Fasern zu vermeiden. Mechanische Bearbeitung sollte unbedingt vermieden werden.
- Sanierung und Entsorgung: Sollten Schadstoffe nachgewiesen werden, muss die Sanierung und Entsorgung von spezialisierten Fachfirmen durchgeführt werden. Diese verfügen über die notwendigen Schutzmaßnahmen und Entsorgungsvorschriften.
- Sicherheitsvorkehrungen während der Sanierungsarbeiten: Sorgen Sie für ausreichende Belüftung und Absperrung betroffener Bereiche sowie Information aller betroffenen Personen über die geplanten Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen.
Umgang mit Bedenken von Dritten
Wenn Dritte Bedenken bezüglich der Nutzung von Gussasphalt im Innenraum äußern, können folgende Maßnahmen zur Aufklärung und Beruhigung beitragen:
- Information und Aufklärung: Erklären Sie die Unterschiede zwischen Gussasphalt und teerhaltigen Materialien und betonen Sie, dass Gussasphalt bei Raumtemperatur keine schädlichen Emissionen freisetzt.
- Präsentation von Sicherheitsnachweisen: Legen Sie Ergebnisse unabhängiger Materialanalysen vor, die die Unbedenklichkeit von Gussasphalt belegen.
- Durchführung von Luftqualitätsmessungen: Lassen Sie die Raumluftqualität durch ein unabhängiges Institut überprüfen, um die Unbedenklichkeit zu belegen.
- Einbeziehung externer Fachkräfte: Ziehen Sie Fachkräfte hinzu, die auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse die Sicherheit von Gussasphalt bestätigen können.
- Kommunikation und Transparenz: Halten Sie eine offene Kommunikation und stellen Sie die Sicherheitsmaßnahmen und Untersuchungsergebnisse verständlich dar, um Missverständnisse auszuräumen.
Durch diese Maßnahmen können Sie ein sicheres und gesundes Umfeld gewährleisten und eventuelle Bedenken wirksam entgegenwirken.