Haftungsprobleme zwischen Putz und Bitumen lösen
Putz haftet auf Bitumen in der Regel schlecht, da die Oberflächen stark unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds ist daher entscheidend. Säubern und trocknen Sie die Bitumenfläche gründlich, und schleifen Sie die Oberfläche an, um sie zu entstauben. Das Einstreuen von feinem Sand kann die mechanische Verankerung des Putzes verbessern.
Um die Haftung weiter zu steigern, können Sie mechanische Maßnahmen ergreifen. Das Anbringen eines Putzträgers aus Drahtgewebe bietet eine stabile Basis für den Putz. Befestigen Sie das Drahtgewebe fest auf dem Bitumenanstrich und achten Sie darauf, dass kein Wasser hinter die Schichten eindringen kann, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Zusätzlich sollte die Zusammensetzung des Putzes an die speziellen Anforderungen angepasst werden. Spezielle Zusatzmittel wie elastische und haftfördernde Komponenten im Mörtel verbessern die Verbindung auf schwierigen Untergründen. Putzbrücken oder Grundierungen erhöhen die Haftung weiter. Arbeiten Sie bei optimalen Witterungsbedingungen, idealerweise bei Temperaturen zwischen +5°C und +30°C, und vermeiden Sie Frost und direkte Sonneneinstrahlung während des Trocknungsprozesses.
Haftvermittler MEM Super-Haftgrund
Der lösungsmittelfreie Haftvermittler MEM Super-Haftgrund ist ideal für verschiedene Untergründe wie Beton, Mörtel, Estrich, Fliesen, Putz, Holzfaser- und Gipsplatten, Marmor und Bitumen. Er verbessert die Haftung und sorgt für einen gleichmäßig saugenden Untergrund.
Eigenschaften
- Haftung: Verbessert die Verbindung zwischen unterschiedlichen Baumaterialien.
- Untergrund: Geeignet für saugende, nichtsaugende und feuchte Untergründe.
- Verarbeitung: Bildet nach etwa 30 Minuten einen klebrigen Film, auf den frischer Mörtel, Putz, Estrich oder Beton aufgetragen werden kann.
Verarbeitung
1. Untergrundvorbereitung:
Reinigen Sie die zu behandelnde Fläche gründlich. Die Oberfläche muss abgebunden und sauber sein, muss aber nicht unbedingt trocken sein.
Decken Sie nicht zu bearbeitende Flächen ab, um Verschmutzungen zu vermeiden.
2. Auftrag:
Tragen Sie den Haftvermittler mit einem Pinsel, einer Rolle, einem Quast oder einer Spritze gleichmäßig auf.
Bei stark saugenden Untergründen kann der Haftvermittler im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt werden.
3. Schutzmaßnahmen:
Schützen Sie die behandelten Flächen bis zum vollständigen Abbinden vor Frost, Nässe und starker Sonneneinstrahlung, um eine optimale Haftung zu gewährleisten.
Verbrauch und Temperaturen
- Verbrauchsmenge: Durchschnittlich 0,2 Liter pro Quadratmeter, abhängig von der Saugfähigkeit des Untergrundes.
- Optimale Verarbeitungstemperatur: Zwischen +5°C und +30°C.
Bitumen-Voranstrich
Ein Bitumen-Voranstrich bereitet Beton, Putz und Mauerwerk im Erdreich vor und verbessert die Haftung nachfolgender Schichten durch seine wasserabweisenden Eigenschaften. Diese Grundierung ist meist eine lösemittelfreie, wässrige Emulsion.
Anwendungshinweise:
- Untergrundvorbereitung: Stellen Sie sicher, dass der Untergrund trocken, sauber und frei von trennenden Substanzen wie Staub oder Trennmitteln ist.
- Auftrag: Tragen Sie den Bitumen-Voranstrich mit einem Quast, einer Bürste oder durch Spritzen gleichmäßig auf. Der Verbrauch liegt bei etwa 0,3 Litern pro Quadratmeter.
- Trocknungszeit: Die Trocknungszeit variiert je nach Temperatur und beträgt etwa 6 bis 24 Stunden. Während dieser Zeit sollte die frische Beschichtung vor Frost, Nässe und intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Mechanische Haftverbesserung mit Putzträger
Zur Steigerung der mechanischen Haftung zwischen Putz und Bitumen ist der Einsatz eines Putzträgers aus Drahtgewebe empfehlenswert.
Vorgehensweise zur Anbringung des Putzträgers
- Vorbereitung: Entfernen Sie den alten, losen Putz und stellen Sie sicher, dass der Untergrund sauber, fest und frei von Staub und Trennmitteln ist.
- Befestigung: Schneiden Sie das Drahtgewebe auf die benötigte Größe zu und befestigen Sie es eng anliegend auf der Bitumenfläche. Verwenden Sie spezielle Nägel oder Klammern für eine stabile Befestigung.
- Neuverputzen: Tragen Sie den neuen Putz gleichmäßig auf das Drahtgewebe auf, um eine dauerhafte Oberfläche zu schaffen.
Diese Methode verbessert die mechanische Haftung, ohne dass spezielle chemische Haftbrücken notwendig sind. Sie sorgt zudem für eine gleichmäßige Schichtdicke des Putzes und gleicht mögliche Unebenheiten des Bitumenanstrichs aus. Achten Sie darauf, dass kein Wasser hinter die Bitumen- und Putzschichten eindringen kann, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Weitere Haftvermittler
Wenn Ihr Projekt eine zusätzliche Sicherung der Haftung zwischen Putz und Bitumen erfordert, gibt es alternative Haftvermittler auf Basis von synthetischem Kautschuk oder speziellen Emulsionen.
Alternative Haftvermittler und ihre Eigenschaften:
- Synthetischer Kautschuk: Besonders effektiv für nichtsaugende Untergründe wie Bitumen, da sie eine stabile, elastische Verbindung erzeugen.
- Elastomer-Bitumen-Emulsionen: Diese Emulsionen kombinieren die wasserdichten Eigenschaften von Bitumen mit der Elastizität von Polymeren und sind ideal, wenn sowohl Haftung als auch Flexibilität gefragt sind.
Tipps zur Anwendung:
- Vorbereitung des Untergrunds: Der Untergrund sollte sauber, trocken und frei von Staub sein, um die beste Haftung zu erzielen.
- Applikationstechniken: Verwenden Sie Pinsel, Rolle oder Spritzgeräte, um den Haftvermittler gleichmäßig aufzutragen. Beachten Sie dabei die spezifischen Anweisungen auf dem Produktetikett.
- Trockenzeit berücksichtigen: Planen Sie ausreichend Trocknungszeit ein, die je nach Temperatur und Produkt variieren kann.
Indem Sie geeignete Haftvermittler und eine sorgfältige Untergrundvorbereitung verwenden, können Sie die langfristige Stabilität und Haltbarkeit Ihres Putzes auf Bitumenoberflächen deutlich verbessern.