Welche Möglichkeiten der Fassadengestaltung mit Holz und Putz gibt es?
Die Kombination von Holz und Putz bietet Ihnen eine Vielzahl an Gestaltungsvarianten, die sowohl ästhetische als auch funktionale Vorteile mit sich bringen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie diese beiden Materialien zu einem harmonischen und gleichzeitig praktischen Erscheinungsbild verbinden können:
Horizontale oder vertikale Abtrennung
Sie können Ihre Fassade horizontal oder vertikal trennen, um unterschiedliche Materialien effektiv zu nutzen. Beispielsweise können Sie den unteren Teil der Fassade verputzen und den oberen Teil mit Holz verkleiden oder umgekehrt. Diese Anordnung bietet sowohl optische als auch praktische Vorteile, wie einen besseren Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Sockelbereich.
Teilflächenbetonung
Akzentuieren Sie bestimmte Bereiche Ihres Hauses durch gezielten Einsatz von Holz- oder Putzflächen. Eingangsbereiche können durch Holz hervorgehoben werden, Fensterumrandungen durch verputzte Laibungen und Giebel sowie Erker durch die Wahl eines durchgehenden Materials.
Geometrische Muster und Designs
Verwenden Sie geometrische Muster wie horizontale oder vertikale Holz- und Putzstreifen, Quadrate oder Rauten, um Ihrer Fassade einen dynamischen und modernen Look zu verleihen.
Symmetrie und Asymmetrie
Nutzen Sie symmetrische oder asymmetrische Anordnungen der Materialien. Symmetrische Anordnungen wirken beruhigend und geordnet, während asymmetrische Designs moderne und ausgefallene Akzente setzen.
Farbkontraste
Spielen Sie mit Farbkontrasten, um bestimmte Bereiche hervorzuheben. Dunkle Holztöne können harmonisch mit hellen Putzflächen kombiniert werden, um eine elegante und anspruchsvolle Ästhetik zu erzielen.
Integration von Naturmaterialien
Integrieren Sie natürliche Materialien wie Holz in Ihre Putzfassade, um eine warme und einladende Atmosphäre zu schaffen. Diagonal verlegte Holzelemente oder sägeraue Oberflächen können zusätzlichen ästhetischen Reiz bieten.
Kombination mit anderen Materialien
Erweitern Sie die Designmöglichkeiten, indem Sie Holz und Putz mit anderen Materialien wie Metall oder Stein kombinieren. Eine verputzte Fläche kann durch eine Basale aus Naturstein stabilisiert werden, während Holzelemente durch metallische Akzente aufgepeppt werden können.
Vorgehängte Holzfassade auf Putzträger
Eine vorgehängte Holzfassade auf Putzträger stellt eine funktionale und optisch ansprechende Möglichkeit dar, Ihren Gebäuden zusätzliche Dimension und Schutz zu verleihen. Diese Konstruktion schützt das Gebäude vor Feuchtigkeitsschäden und optimiert gleichzeitig die Wärmedämmung. Um diese Fassade richtig zu montieren, beachten Sie die folgenden Schritte:
1. Vorbereitung und Montage der Putzträgerplatten:
Befestigen Sie geeignete Putzträgerplatten, wie z.B. aus Polystyrol oder Holzfaser, auf der bestehenden Putzfassade. Diese Trägerplatten dienen als Untergrund für die spätere Holzkonstruktion. Achten Sie darauf, dass die Trägerplatten gut verankert und lückenlos angebracht sind, um eine gleichmäßige Basis zu schaffen.
2. Installation der Unterlattung:
Montieren Sie eine stabile Holzunterlattung auf den Putzträgerplatten. Der Lattenabstand sollte dabei exakt auf die Breite der späteren Holzbretter abgestimmt sein. Ein Lüftungsraum von circa 4 cm zwischen Unterlattung und Fassadenverkleidung gewährleistet eine dauerhafte Hinterlüftung und schützt die Langlebigkeit Ihrer Fassade.
3. Befestigung der Holzverkleidung:
Schrauben Sie die ausgewählten Holzbretter an die Unterlattung. Arbeiten Sie dabei von unten nach oben und achten Sie darauf, jede Brettreihe sorgfältig auszurichten. Leichtes Überlappen der Bretter verhindert das Eindringen von Regenwasser und sorgt für eine optimale Ableitung.
Verputzte Hausfassade mit Lärchenbrettern verblenden
Das Verblenden einer verputzten Hausfassade mit Lärchenbrettern verleiht Ihrem Heim nicht nur ein natürliches und warmes Erscheinungsbild, sondern bietet auch Schutz und Langlebigkeit. Damit Sie ein optimales Ergebnis erzielen, gehen Sie am besten wie folgt vor:
1. Vorbereitung der Fassade:
Stellen Sie sicher, dass der Putz trocken und frei von Verschmutzungen oder Rissen ist. Kleinere Risse können mit geeignetem Füllstoff behandelt werden.
2. Montage der Lattung:
Bringen Sie eine Holzlattung auf der Putzfassade an, damit ein Hinterlüftungsraum entsteht, der essenziell ist, um Feuchtigkeitsansammlungen zu verhindern. Der Abstand zwischen den Latten sollte in der Regel etwa 60 cm betragen.
3. Hinterlüftung sicherstellen:
Ein Lüftungsspalt von circa 4 cm zwischen Lattung und Lärchenbrettern ist notwendig, um das Eindringen und Ansammeln von Feuchtigkeit zu vermeiden.
4. Anbringen der Lärchenbretter:
Schrauben Sie die Lärchenbretter auf die montierte Lattung. Leichtes Überlappen der Bretter verhindert Feuchtigkeitsschäden und ermöglicht das einfache Ablaufen von Regenwasser.
Wahl des Putzes und des Holzes
Die Auswahl des richtigen Putzes und Holzes ist entscheidend für die Langlebigkeit und die optische Wirkung Ihrer Fassadengestaltung. Berücksichtigen Sie sowohl ästhetische Präferenzen als auch praktische Erwägungen wie Witterungsbeständigkeit und Pflegeaufwand.
Putz
Ein hochwertiger Fassadenputz schützt die Baukonstruktion vor Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen und bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.
- Mineralischer Putz: Er enthält oft Kalk, Gips oder Zement als Bindemittel und ist durch seine Atmungsaktivität weniger anfällig für Schimmel und Algen.
- Kunstharzputz: Durch hohe Elastizität werden Risse bei Temperaturschwankungen vermieden. Kunstharzputze sind weniger schmutzanfällig und lassen sich leicht reinigen.
Holz
Holz verleiht Ihrer Fassade eine natürliche und warme Optik. Die Wahl der Holzart beeinflusst das Aussehen sowie den Pflegeaufwand und die Langlebigkeit der Fassade.
- Lärche, Zeder und Douglasie: Diese Hölzer sind von Natur aus witterungsbeständig und benötigen keinen zusätzlichen Anstrich, was den Pflegeaufwand reduziert und eine natürliche Patina entwickeln lässt.
- Andere Holzarten: Hölzer wie Fichte, Kiefer oder Tanne erfordern regelmäßige Pflege und Imprägnierung. Eine Thermobehandlung kann deren Beständigkeit erhöhen.
Horizontal oder vertikal? Die Richtung der Holzverschalung
Die Wahl der Verlegerichtung Ihrer Holzverschalung hat sowohl optische als auch funktionale Auswirkungen auf Ihre Fassade.
Vertikale Verschalung
- Optische Wirkung: Eine vertikale Verlegung betont die Höhe Ihres Hauses, wodurch es schlanker und moderner erscheint.
- Funktionalität: Regenwasser läuft entlang der Faser ab, was die Feuchtigkeitsbelastung reduziert.
Horizontale Verschalung
- Optische Wirkung: Eine horizontale Verlegung lässt Ihr Gebäude breiter erscheinen und verleiht ihm ein eher traditionelles Aussehen.
- Funktionalität: Jede Brett hat eine Wasserkante, wodurch der Anstrich besonders hochwertig sein sollte, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Pflege von Holzfassaden
Eine gut gepflegte Holzfassade kann die natürliche Schönheit und die Langlebigkeit Ihres Hauses maßgeblich beeinflussen. Hier sind einige wesentliche Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten, um Ihre Fassade optimal zu pflegen:
Regelmäßige Inspektionen
Kontrollieren Sie Ihre Holzfassade in regelmäßigen Abständen auf Schäden wie Risse oder Abnutzungserscheinungen, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
Reinigung
Reinigen Sie Ihre Fassade regelmäßig von Schmutz, Algen und Pilzen mit Wasser und einer weichen Bürste. Spezielle Holzreinigungsmittel können bei hartnäckigen Verschmutzungen helfen.
Schutzanstriche und Nachbehandlungen
Erneuern Sie den Schutzanstrich oder die Lasur Ihrer Holzfassade alle paar Jahre, abhängig von den Witterungseinflüssen und dem Zustand der bestehenden Beschichtung.
Richtige Druckverhältnisse bei der Reinigung
Verwenden Sie bei Bedarf Hochdruckreiniger mit geringem Druck, um die Holzoberfläche nicht zu beschädigen.
Kleine Schäden ausbessern
Behandeln Sie kleine Risse unverzüglich mit geeigneten Lasuren oder Holzschutzmitteln, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
Durch diese sorgfältigen Pflegearbeiten erhalten Sie nicht nur die optische Attraktivität Ihrer Holzfassade, sondern erhöhen auch deren Lebensdauer.