Die Steinterrasse mit Holz verschönern – So geht’s!
Um Ihre Steinterrasse in eine einladende Holzterrasse zu verwandeln, bedarf es sorgfältiger Vorbereitung und der richtigen Materialien. Ein solider und gleichmäßiger Untergrund bildet das Fundament für Ihre neue Terrasse. Damit das Holz langfristig stabil bleibt und sich nicht verzieht, müssen bestimmte Schritte beachtet werden.
Die richtige Vorbereitung des Untergrunds
1. Reinigen und Vorbereiten:
Zunächst sollten Sie die gesamte Fläche Ihrer Steinterrasse gründlich von Schmutz, Moos und losen Steinen befreien. Dies gewährleistet, dass die Unterkonstruktion eine ebene und stabile Basis hat.
2. Ausgleich von Unebenheiten:
Um eine plane Oberfläche zu schaffen, gleichen Sie kleinere Unebenheiten mit Gummigranulat-Pads aus. Bei größeren Höhenunterschieden verwenden Sie verstellbare Terrassenlager oder Stelzlager, die für eine gleichmäßige Auflagefläche sorgen.
3. Feuchtigkeitsschutz:
Verlegen Sie ein Unkrautvlies, um das Durchwachsen von Unkraut zu verhindern und aufsteigende Feuchtigkeit abzuwehren, die das Holz beschädigen könnte.
Auswahl und Aufbau der Unterkonstruktion
Die Unterkonstruktion, das tragende Gerüst der Holzterrasse, sorgt für Stabilität und Langlebigkeit. Hierbei können Sie verschiedene Materialien wählen:
Holz:
Nutzen Sie gut imprägniertes Holz. Eine Holzunterkonstruktion ermöglicht eine unsichtbare Verschraubung der Dielen von unten.
Aluminium oder WPC:
Diese Materialien sind besonders witterungsbeständig und langlebig. Sie bieten ähnliche Konstruktionsvorteile wie Holz, ohne dessen Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit.
Stelzlager:
Diese lassen sich millimetergenau in der Höhe verstellen und eignen sich besonders gut, wenn stark unebene Flächen ausgeglichen werden müssen.
Verlegen der Holzdielen
Sobald die Unterkonstruktion steht, können Sie die Holzdielen befestigen. Planen Sie ein ausreichendes Gefälle ein, damit Regenwasser ablaufen kann.
1. Befestigung:
Die Dielen werden entweder mittels Schrauben oder speziellen Clips fixiert. Dies gewährleistet eine glatte und splitterfreie Oberfläche.
2. Dehnungsfugen:
Lassen Sie genügend Platz zwischen den einzelnen Dielen, um das natürliche Arbeiten des Holzes zu ermöglichen und Spannungsrisse zu vermeiden.
Durch sorgfältige Planung und präzise Ausführung verwandeln Sie Ihre Steinterrasse in eine stilvolle und gemütliche Holzterrasse, die zahlreiche Jahre Freude bereitet.
Die Unterkonstruktion – das Fundament für Ihre Holzterrasse
Eine solide Unterkonstruktion ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit Ihrer Holzterrasse. Hier sind die grundlegenden Schritte zur Erstellung einer Unterkonstruktion:
Auswahl des Materials
Für die Unterkonstruktion kommen verschiedene Materialien in Frage:
Holzbalken:
Wählen Sie gut imprägniertes Holz, um Fäulnis zu vermeiden. Diese Balken müssen regelmäßig gepflegt werden und sollten in ihrer Dauerhaftigkeit der Decklage entsprechen.
Aluminium:
Aluminiumträger sind besonders witterungsbeständig und leicht. Sie bieten eine hohe Stabilität und sind nahezu wartungsfrei.
WPC (Wood-Plastic-Composite):
Dieses Material kombiniert Holz und Kunststoff, ist extrem langlebig und pflegeleicht.
Vorbereitung und Verlegung
1. Untergrundvorbereitung:
Stellen Sie sicher, dass die bestehende Steinterrasse sauber und eben ist. Reinigen Sie die Fläche gründlich und entfernen Sie Moos und Schmutz.
2. Unkrautvlies:
Verlegen Sie ein Unkrautvlies, um das Aufwachsen von Pflanzen durch die Holzterrasse zu verhindern.
3. Fundamentsteine oder Stelzlager:
Nutzen Sie Fundamentsteine oder höhenverstellbare Stelzlager, um eine stabile und ebene Basis zu schaffen. Stellen Sie sicher, dass das Fundament ein Gefälle von mindestens 1,5 bis 3 Prozent hat, damit Regenwasser abfließen kann.
4. Balkenabstände:
Die Abstände der Balken sollten je nach verwendeter Holzart und Größe der Terrasse etwa 40-60 cm betragen. So gewährleisten Sie eine gleichmäßige Lastverteilung und verhindern Durchbiegen oder Schwanken.
Schutzmaßnahmen und Ausrichtung
1. Bodenkontakt vermeiden:
Achten Sie darauf, dass die Holzbalken keine direkte Bodenberührung haben, um Fäulnis durch Feuchtigkeit zu vermeiden.
2. Konstruktiver Holzschutz:
Ergänzen Sie die Unterkonstruktion mit Maßnahmen wie Terrassenpads oder Schutzlasuren, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.
3. Rahmenbau:
Bauen Sie die Unterkonstruktion als geschlossenen Rahmen, um eine maximale Stabilität und Tragfähigkeit zu erzielen. Jedoch sollte zwischen Balken und Terrassendielen ausreichend Platz für die Luftzirkulation gewährleistet sein.
Die Wahl der richtigen Holzdielen
Die Wahl der Holzdielen ist für die Ästhetik, Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit Ihrer Terrasse entscheidend. Hier sind einige wichtige Faktoren:
Holzarten und ihre Eigenschaften
1. Heimische Hölzer:
Diese Hölzer sind kostengünstig, schnell verfügbar und nachhaltig dank kurzer Transportwege. Sie erfordern jedoch eine regelmäßige Pflege.
- Lärche: Robust und relativ widerstandsfähig.
- Douglasie: Widerstandsfähig gegen Pilzbefall.
- Kiefer: Kostengünstig, jedoch weniger langlebig.
2. Tropenhölzer:
Dank ihrer natürlichen Öle sind diese Hölzer sehr widerstandsfähig gegen Insekten und Witterungseinflüsse.
- Bangkirai: Extrem haltbar und langlebig.
- Teak: Sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Fäulnis.
3. WPC-Dielen:
WPC ist ein Mix aus Holzfasern und Kunststoff, das Robustheit und Witterungsbeständigkeit kombiniert.
- Vorteile: Pflegeleicht und langlebig.
- Nachteile: Künstlicheres Erscheinungsbild.
Haltbarkeit und Pflegeleichtigkeit
Heimische Hölzer benötigen regelmäßige Schutzanstriche, während Tropenhölzer und WPC-Dielen pflegeleichter sind und seltener nachbehandelt werden müssen.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Heimische Holzarten sind in der Anschaffung günstiger, bieten jedoch nicht die gleiche Dauerhaftigkeit wie Tropenhölzer oder WPC-Dielen. Tropenhölzer und WPC-Dielen sind in der Anschaffung teurer, benötigen jedoch weniger Pflege und haben eine längere Lebensdauer, was sie insgesamt kosteneffizienter machen kann.
Optik und Haptik
Holzarten bieten eine warme, natürliche Optik und fühlen sich angenehm an. WPC-Dielen bieten eine Vielzahl von Farben und Designs, die sowohl natürliche Holzoptiken als auch moderne Looks schaffen können.
Wählen Sie die Holzart, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht, um Ihre Terrasse genau nach Ihren Vorstellungen zu gestalten.
Die Verlegung der Holzdielen
Um die Holzdielen auf Ihrer vorbereiteten Unterkonstruktion zu verlegen, sind einige wichtige Schritte und Hinweise zu beachten:
1. Richtige Ausrichtung:
Entscheiden Sie, ob die Dielen parallel oder rechtwinklig zur Hauswand verlegt werden sollen. Für Dielen mit geriffelter Oberfläche empfiehlt sich eine rechtwinklige Verlegung, damit Regenwasser gut abfließen kann.
2. Befestigung der Dielen:
Legen Sie die Dielen gemäß dem gewünschten Verlegemuster auf die Unterkonstruktion und fixieren Sie sie mit Schrauben oder speziellen Clips. Achten Sie darauf, dass die Schrauben in einer Linie verlaufen, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.
3. Dehnungsfugen:
Zwischen den Holzdielen sollte stets eine Dehnungsfuge bleiben, um dem Holz das notwendige „Arbeiten“ bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen zu ermöglichen.
4. Gefälle einplanen:
Achten Sie darauf, dass die Terrasse ein leichtes Gefälle von etwa 1-2 Prozent aufweist, damit Regenwasser problemlos ablaufen kann.
5. Abschließende Maßnahmen:
Nach der Verlegung schleifen Sie die Ecken und Kanten der Dielen ab, um eventuelle Splitter zu entfernen. Bei Bedarf können Bohrungen für integrierte Beleuchtungen oder andere individuelle Wünsche vorgenommen werden.
Diese Schritte helfen Ihnen, Fehler zu vermeiden und eine dauerhafte sowie stabile Terrasse zu genießen.
Ausgleich von Unebenheiten
Ein stabiler und ebener Untergrund ist essenziell für die Langlebigkeit Ihrer Holzterrasse. Wenn Ihre Steinterrasse Unebenheiten aufweist, sollten diese unbedingt ausgeglichen werden, um sowohl die Konstruktion als auch das Erscheinungsbild der Terrasse nicht zu beeinträchtigen. Verwenden Sie hierfür:
Methoden zum Höhenausgleich
1. Gummigranulat-Pads:
Für kleinere Unebenheiten eignen sich diese Pads hervorragend. Sie bieten eine flexible und stabile Basis und verhindern, dass die Holzunterkonstruktion direkt auf dem Stein liegt.
2. Höhenverstellbare Terrassenlager:
Bei größeren Höhenunterschieden sind diese Lager ideal. Sie lassen sich auf die gewünschte Höhe einstellen und sorgen für eine stabile Basis sowie eine gute Belüftung unter der Terrasse.
Praktische Hinweise
- Genaues Messen und Planen: Exakte Vermessung der Höhenunterschiede mit Wasserwaage oder Nivelliergerät.
- Sorgfältige Installation: Feste und sichere Positionierung der Ausgleichsmethoden.
- Regelmäßige Überprüfung: Überprüfen und bei Bedarf Nachjustierungen vornehmen.
Durch den gezielten Höhenausgleich schaffen Sie eine stabile und langlebige Basis für Ihre Holzterrasse.
Vorbereitung des Untergrunds bei Pflaster
Wenn Ihre bestehende Terrasse aus Pflastersteinen besteht, ist es wichtig, den Untergrund sorgfältig vorzubereiten, um eine stabile Basis für Ihre neue Holzterrasse zu schaffen. Hier sind die entscheidenden Schritte:
Reinigung und Entfernung von Unkraut
Reinigen Sie die gesamte Fläche gründlich, um Schmutz, Moos und Unkraut vollständig zu entfernen. Eine saubere Basis verhindert, dass sich Unkräuter künftig durch die Konstruktion arbeiten.
Drainage und Unkrautschutz
Um Staunässe und Unkrautwachstum zu verhindern, sollten Sie ein Unkrautvlies verlegen. Das Vlies hemmt das Wachstum unerwünschter Pflanzen und ermöglicht gleichzeitig den Abfluss von Wasser.
Höhenausgleich bei Unebenheiten
Gleichen Sie Unebenheiten aus, um eine stabile Grundlage für die Holzterrasse zu schaffen. Verwenden Sie Gummigranulat-Pads für kleinere Unebenheiten und höhenverstellbare Terrassenlager für größere Höhenunterschiede.
Fundament und Abstützung
Für zusätzliche Stabilität können Sie Streifenfundamente oder Fundamentsteine nutzen. Diese sollten gleichmäßig verteilt und gut verankert sein.
Besondere Hinweise bei WPC-Terrassen auf Pflaster
Beim Bau einer WPC-Terrasse auf Pflaster gibt es einige spezielle Aspekte, die Sie beachten sollten:
Unterkonstruktion
Nutzen Sie WPC- oder Aluminiumträger, da diese Materialien witterungsbeständig und formstabil sind. Platzieren Sie die Träger in einem Abstand von etwa 30 bis 40 cm zueinander.
Höhenausgleich
Verwenden Sie Gummigranulat-Pads für kleine Unebenheiten und höhenverstellbare Terrassenlager für größere Höhenunterschiede. Dies sorgt für eine stabile Basis und verbessert die Belüftung.
Gefälle
Stellen Sie sicher, dass die Unterkonstruktion ein leichtes Gefälle von etwa 1 bis 2 Prozent hat, um Regenwasser abzuleiten und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Befestigung und Pflege
Verwenden Sie die vom Hersteller empfohlenen Clips und Schrauben zur Befestigung. Beachten Sie die spezifischen Pflegeempfehlungen Ihres Dielen-Herstellers für eine langanhaltende Optik.
Vorteile einer Holzterrasse auf Steinterrasse
Eine Holzterrasse auf einer Steinterrasse zu errichten, bietet zahlreiche Vorteile:
- Warmes und angenehmes Gefühl: Holz heizt sich bei Sonneneinstrahlung weniger auf als Stein und bleibt barfuß angenehm.
- Langlebigkeit und Robustheit: Eine gut gepflegte Holzterrasse kann 10 bis 25 Jahre halten. Schutzmaßnahmen wie Öle und Lasuren verlängern die Lebensdauer.
- Natürliche Wärme und Ästhetik: Holz fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre.
- Nachhaltigkeit: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Heimische Hölzer sind besonders ökologisch durch reduzierte Transportwege.
- Isolierende Eigenschaften: Holz speichert weniger Wärme als Stein, was für ein angenehmes Klima sorgt.
- Schmutzabweisend und pflegeleicht: Beschichtungen mit Ölen machen Holz schmutz- und wasserabweisend.
- Einfache Umgestaltung: Bestehende Steinterrassen bieten oft schon eine ebene und stabile Basis für den schnellen Aufbau der Holzterrasse.
Planen Sie Ihre Holzterrasse sorgfältig und achten Sie auf die richtige Pflege, dann werden Sie viele Jahre Freude an Ihrem neuen, warmen und gemütlichen Außenbereich haben.