Lackschäden am Kaminofen – Die Lösung
Wenn es zu kleineren Lackschäden, Kratzern oder abblätternder Farbe an Ihrem Kaminofen kommt, können diese meist mit den richtigen Materialien und etwas Geschick selbst behoben werden, ohne den gesamten Ofen neu lackieren zu müssen.
1. Schadenanalyse und Vorbereitung:
- Abkühlen lassen: Stellen Sie sicher, dass der Ofen vollständig abgekühlt ist, bevor Sie mit der Reparatur beginnen.
- Reinigung: Reinigen Sie die betroffene Fläche gründlich, um Schmutz und Fett zu entfernen, damit der Lack gut haften kann.
- Schleifen: Schleifen Sie die beschädigten Stellen leicht an, um lose Lackteile zu entfernen und eine optimale Haftung zu gewährleisten.
2. Geeignete Materialien auswählen:
- Ofenlack (Spray oder Streichlack): Für Metallöfen empfehlen sich hochhitzebeständige Lacke, die Temperaturen bis zu 300 °C standhalten. Sprays ermöglichen ein gleichmäßigeres Auftragen, während Streichlacke sich für präzisere Anwendungen eignen.
- Ofenschwärze: Bei Gusseisenöfen verwenden Sie am besten Ofenschwärze, eine Graphitpaste, die einen glänzenden Schutzfilm bildet.
3. Applikation der Materialien:
- Ofenlack (Spray): Schütteln Sie die Dose gründlich und tragen Sie den Lack in dünnen Schichten aus 20-30 cm Abstand auf, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Lassen Sie jede Schicht vollständig trocknen, bevor Sie die nächste auftragen.
- Ofenlack (Streichlack): Tragen Sie den Lack mit einem Pinsel gleichmäßig auf und lassen Sie ihn zwischen den Schichten trocknen, um eine glatte Oberfläche zu erreichen.
- Ofenschwärze: Tragen Sie die Paste mit einem weichen Tuch oder Pinsel auf, bis die gesamte Fläche gleichmäßig bedeckt ist.
4. Einbrennen des Lacks:
Heizen Sie den Ofen langsam auf eine Temperatur von etwa 250 °C und halten Sie diese für mindestens 30 Minuten, um die Schichten zu fixieren und zu härten. Sorgen Sie dabei für eine gute Belüftung des Raumes.
Ausbessern mit Senotherm-Lack
Senotherm-Lack eignet sich besonders für hitzebeständige Oberflächen wie Kaminöfen, Ofenrohre und Kamineinsätze. Aufgrund seiner hohen Hitzebeständigkeit ist er sowohl für die Ausbesserung von Lackschäden als auch für eine Neulackierung geeignet.
Vorbereitung
- Ofen abkühlen lassen: Stellen Sie sicher, dass der Ofen vollständig auf Raumtemperatur abgekühlt ist.
- Fläche vorbereiten: Schleifen Sie die beschädigten Stellen mit Stahlwolle oder Schleifpapier leicht an. Entfernen Sie lose Lackreste, um eine bessere Haftung zu gewährleisten. Decken Sie angrenzende, nicht zu lackierende Flächen sorgfältig ab.
- Raum belüften: Sorgen Sie für eine gute Belüftung des Raumes, in dem Sie die Arbeiten durchführen.
Anwendung
- Spray: Schütteln Sie die Spraydose gründlich. Halten Sie die Dose etwa 20-30 cm von der Oberfläche entfernt und tragen Sie den Lack in dünnen, gleichmäßigen Schichten auf. Lassen Sie jede Schicht gut trocknen, bevor Sie die nächste auftragen.
- Streichlack: Tragen Sie den Streichlack mit einem Pinsel in dünnen Schichten auf. Lassen Sie jede Schicht gut trocknen, bevor Sie die nächste auftragen.
Einbrennen
Heizen Sie den Ofen langsam an und halten Sie die Temperatur für mindestens 30 Minuten bei etwa 250 °C. Sorgen Sie dabei für gute Belüftung.
Ausbessern mit Ofenlack (Spray)
Ofenlack ist ideal, um Kratzer und Abplatzungen an Ihrem Kaminofen auszubessern. Insbesondere die Anwendung mittels Spray bietet eine gleichmäßige Abdeckung und ist einfach in der Handhabung.
Vorbereitung
- Schutzmaßnahmen treffen: Decken Sie Flächen, die nicht lackiert werden sollen, mit Malerkrepp und Zeitungspapier ab.
- Oberfläche vorbereiten: Schleifen Sie die beschädigte Stelle leicht mit Stahlwolle oder feinem Schleifpapier an. Anschließend reinigen Sie die Fläche gründlich.
- Raum lüften: Sorgen Sie für gute Belüftung im Raum.
Anwendung
- Sprühdose schütteln: Schütteln Sie die Dose gut durch, um die Farbpartikel gleichmäßig zu verteilen.
- Testen und Sprühen: Testen Sie die Sprühstärke auf einem Stück Pappe. Halten Sie die Dose etwa 20-25 cm vom Ofen entfernt und tragen Sie den Lack in dünnen, gleichmäßigen Schichten auf. Lassen Sie jede Schicht gut trocknen.
Einbrennen
Heizen Sie den Ofen langsam auf, um den frisch aufgetragenen Lack nicht zu beschädigen, und halten Sie ihn für mindestens 30 Minuten bei etwa 250 °C. Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung des Raumes.
Ausbessern mit Ofenschwärze (für Gusseisenöfen)
Bei Gusseisenöfen bietet die Anwendung von Ofenschwärze eine effektive Methode, um Gebrauchsspuren zu beseitigen und das Material vor Korrosion zu schützen. Die Ofenschwärze verleiht dem Ofen einen satten, schwarzen Glanz und stellt das klassische Aussehen wieder her.
Vorbereitung
- Ofen abkühlen lassen: Arbeiten Sie immer an einem vollständig erkalteten Ofen.
- Oberfläche reinigen: Entfernen Sie Staub, Fett und andere Verschmutzungen vollständig. Bei Bedarf reinigen Sie die Oberfläche mit einem feuchten Tuch und lassen Sie diese gründlich trocknen.
Anwendung
- Ofenschwärze auftragen: Tragen Sie eine kleine Menge Ofenschwärze auf ein weiches Tuch auf. Verreiben Sie die Paste dünn und gleichmäßig auf den betroffenen Gusseisenteilen.
- Einmassieren: Polieren Sie die aufgetragene Schwärze mit einem sauberen, weichen Tuch in die Oberfläche ein. Verwenden Sie gleichmäßige, kreisende Bewegungen und üben Sie dabei nur leichten Druck aus.
- Überschüssiges Material entfernen: Sobald die Ofenschwärze eingewirkt hat, können Sie überschüssiges Material mit einem trockenen Tuch abwischen.
Einbrennen
Lassen Sie die behandelten Flächen einige Minuten trocknen. Heizen Sie den Ofen langsam auf etwa 250 °C auf und halten Sie diese Temperatur für mindestens 30 Minuten, um die Schwärze einzubrennen und zu fixieren.
Die richtige Farbauswahl
Die Wahl der passenden Farbe hängt vom Material und den Temperatureigenschaften Ihres Kaminofens ab.
Für Stahlöfen und Kamineinsätze aus Metall benötigen Sie hochhitzebeständige Lacke, die meist bis zu Temperaturen von 600 °C standhalten. Diese Lacke sind in verschiedenen dunklen Farbtönen erhältlich.
Für Gusseisenöfen empfiehlt sich die Verwendung von Ofenschwärze. Diese Graphitpaste bietet nicht nur Schutz vor Korrosion, sondern verleiht Ihrem Ofen auch einen klassischen, glänzenden Look.
Wenn Sie die Farbe Ihres Kaminofens großflächig verändern möchten, wählen Sie dezente Farben, die sich gut in das Raumkonzept integrieren. Starke Farbtöne können dominant wirken, weshalb sich neutrale Töne wie Weiß oder Pastellfarben besonders in Wohn- und Essbereichen bewähren.
Achten Sie darauf, dass der Ofen vor dem Auftragen der neuen Farbe vollständig abgekühlt ist und wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für solche Arbeiten, vorzugsweise in einer Zeit, in der Sie den Ofen nicht regelmäßig nutzen.
Mit der richtigen Farbauswahl und einer sorgfältigen Anwendung können Sie die Optik und Funktionalität Ihres Kaminofens nachhaltig verbessern und den Kamin wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen.