Die Lösung: Klinkerriemchen mit integrierter Dämmung
Eine zeitgemäße und wirtschaftliche Option für energetische Fassadensanierungen bieten moderne Klinkerriemchen mit integrierter Dämmung. Diese innovativen Bauelemente kombinieren die ästhetischen Vorteile traditioneller Klinker mit den thermischen Leistungen moderner Dämmstoffe.
Multifunktionale Bauelemente
Durch die Integration von Klinkerriemchen und Dämmplatten in ein System optimieren Sie sowohl die Optik als auch die Energieeffizienz Ihrer Fassade. Diese Elemente bestehen aus harten, gebrannten Klinkerriemchen, die stabil und wetterfest sind, und einer dahinterliegenden Dämmschicht, häufig aus Polyurethan oder EPS.
Besonders hervorzuheben sind:
- Hervorragende Dämmwerte: Diese Systeme erzielen U-Werte um 0,24 W/m²K bei Dämmstärken von durchschnittlich 10 bis 12 cm und entsprechen den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes.
- Einfache Montage: Die Elemente sind in vorgefertigten Platten erhältlich, die direkt an der Fassade befestigt werden können. Dies reduziert den Zeitaufwand und die Notwendigkeit für zusätzliche Fundamente oder Fassadenvorbereitungen erheblich.
- Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: Die Klinkerriemchen sind in zahlreichen Farben und Texturen erhältlich, was eine individuelle Fassadenoptik ermöglicht.
Installation ohne komplizierte Vorarbeiten
Die Installation der Klinkerriemchen mit Dämmung lässt sich in wenigen, gut strukturierten Schritten bewerkstelligen:
- Fassadenvermessung und Planung: Bestimmen Sie die exakte Menge der benötigten Elemente und berücksichtigen Sie dabei Fenster und Türöffnungen.
- Vorbereitung: Glätten Sie die Fassade und entfernen Sie jeglichen Schmutz, sodass die Dämmplatten sauber angebracht werden können.
- Montage: Befestigen Sie die vorgefertigten Platten mit geeigneten Dübeln und verbinden Sie die Elemente idealerweise mit einem PU-Schaum, um Wärmebrücken zu vermeiden.
- Verklinkern und Verfugen: Kleben Sie die Klinkerriemchen auf die Dämmplatten und verfugen Sie zum Abschluss, um eine einheitliche Fassadenoptik zu schaffen.
Isolierklinker: Aufbau und Funktionsweise
Isolierklinker bieten eine effektive Kombination von Wärmedämmung und Klinkeroptik. Der grundlegende Aufbau dieser Systeme besteht aus mehreren genau aufeinander abgestimmten Schichten.
Aufbau
Die Isolierklinker setzen sich typischerweise aus drei Hauptelementen zusammen:
- Klinkerriemchen: Gebrannt bei Temperaturen zwischen 1.000 und 1.200 °C, sind diese Klinkerriemchen besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, Frost und mechanische Belastungen.
- Dämmschicht: Diese besteht meist aus Polyurethan-Hartschaum (PUR) oder manchmal aus expandiertem Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle.
- Verbundsystem: Ein spezielles Befestigungssystem sorgt dafür, dass die Isolierklinkerelemente sicher und dicht an der Außenwand montiert werden. Die Befestigung erfolgt in der Regel durch spezielle Dübel und Befestigungshülsen.
Funktionsweise
Die Dämmschicht reduziert die Wärmeleitfähigkeit erheblich, wodurch der Wärmeverlust über die Gebäudehülle minimiert wird und Energiekosten gesenkt werden. Die äußere Klinkerschicht schützt die Dämmschicht vor mechanischen Schäden und Witterungseinflüssen. Durch die vorgefertigten Elemente und das effiziente Befestigungssystem ist die Montage relativ einfach und kann auch von geübten Heimwerkern durchgeführt werden.
Montage der Isolierklinker
Die Montage der Isolierklinker gestaltet sich dank vorgefertigter Bauelemente und durchdachter Befestigungssysteme relativ einfach. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Fassadenvermessung und Planung: Messen Sie die Fassade exakt aus und berücksichtigen Sie sämtliche Fenster- und Türöffnungen.
- Vorbereitung der Fassade: Bereiten Sie die Fassadenoberfläche gründlich vor, indem Sie Unebenheiten mit Hartschaumplatten oder Putz ausgleichen.
- Montage der Dämmplatten: Beginnen Sie mit einer Startschiene an der unteren Kante der Fassade. Befestigen Sie die Dämmplatten mit Spezialdübeln und befüllen Sie die Ausschäumkammern mit PU-Schaum.
- Anbringen der Klinkerriemchen: Tragen Sie Fliesenkleber oder Spezialmörtel auf die Rückseite der Klinkerriemchen und die Dämmplatten auf. Drücken Sie die Klinkerriemchen sorgfältig auf die Dämmplatten.
- Verfugen: Sobald alle Klinkerriemchen angebracht sind, verfugen Sie die Fassade mit herkömmlichem Fugenmörtel.
Durch diese Schritte stellen Sie sicher, dass Ihre Fassade nicht nur optisch ansprechend, sondern auch optimal gedämmt und vor den Einflüssen der Witterung geschützt ist.
Vorteile von Isolierklinkern
Isolierklinker bieten eine Vielzahl von Vorteilen:
- Wärmedämmung und Schutz vor Wärmebrücken: Sie sind hoch effizient in der Wärmedämmung und minimieren das Risiko von Wärmebrücken.
- Raumklimafreundlich und atmungsaktiv: Dank ihrer diffusionsoffenen Struktur tragen Isolierklinker zu einem gesünderen Raumklima bei.
- Witterungsschutz und Langlebigkeit: Die Klinkerschicht schützt Ihre Fassade effektiv vor Witterungseinflüssen.
- Schallschutz: Sie fungieren als zusätzliche Schallschutzschicht und halten Lärm draußen.
- Einfache und flexible Montage: Diese Bauelemente lassen sich auf nahezu allen Untergründen anbringen.
- Steigerung des Immobilienwerts: Durch die Kombination aus verbesserter Energieeffizienz und ansprechender Klinkeroptik steigern Isolierklinker den Wert Ihrer Immobilie.
- Umweltfreundlichkeit: Durch die Reduzierung des Energieverbrauchs unterstützen Sie die Umwelt.
Diese vielfältigen Vorteile machen Isolierklinker zu einer attraktiven Option für sowohl Neubauten als auch energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden.
Alternative: Separate Dämmung und Klinkerfassade
Eine separate Dämmung und Klinkerfassade bietet spezifische Vorteile und Herausforderungen. Hierbei erfolgt zunächst die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) an der Fassade. Sobald die Dämmung angebracht ist, wird die Fassade mit Klinkerriemchen verkleidet.
Vorteile dieser Methode:
- Flexibilität bei der Auswahl der Dämmmaterialien: Sie können aus verschiedenen Dämmstoffen wie EPS, Mineralwolle oder Polyurethan wählen.
- Vielfältige Gestaltungsoptionen: Sie können aus einem breiten Spektrum an Farben und Texturen auswählen.
- Verbesserter Schutz und Langlebigkeit: Die äußere Klinkerschicht bewahrt die Dämmung vor mechanischen Schäden und Witterungseinflüssen.
Herausforderungen:
- Höhere Arbeitskosten: Die Installation ist aufwendiger und oft teurer als bei kombinierten Systemen.
- Aufwand für die Vorbereitungsarbeiten: Eine sorgfältige Vorbereitung der Fassade ist nötig, um eine optimale Haftung der Dämmplatten zu gewährleisten.
- Mögliche Notwendigkeit zusätzlicher Fundamente: Besonders bei schwereren Klinkerriemchen kann es notwendig sein, die Fassadenstruktur zu verstärken oder zusätzliche Fundamente anzulegen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- WDVS anbringen: Sorgen Sie dafür, dass die Fassade sauber und eben ist, bevor Sie die Dämmplatten montieren.
- Klinkerriemchen anbringen: Verwenden Sie Fliesenkleber oder Spezialmörtel, um die Klinkerriemchen auf den Dämmplatten zu befestigen.
- Verfugen: Fugen Sie die Klinkerriemchen sorgfältig, um eine dichte und wetterfeste Fassade zu gewährleisten.
Diese Methode bietet größere Flexibilität und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, erfordert jedoch mehr Aufwand und Kosten.
Kosten und Förderung
Die Investitionskosten für Klinkerriemchen mit integrierter Dämmung sind höher als bei herkömmlichen Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). Sie sollten mit etwa 230 Euro pro Quadratmeter für Material und Einbau kalkulieren. Falls Sie die Montage selbst übernehmen, können Sie die Kosten auf etwa 170 Euro pro Quadratmeter reduzieren. Die endgültigen Kosten hängen stark von der Dicke der Dämmschicht und der Klinkerart ab.
Um die finanzielle Belastung zu senken, stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung:
- Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Zuschüsse von mindestens 15 % der förderfähigen Kosten sind möglich, wenn die Maßnahmen bestimmten technischen Standards entsprechen. Bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) erhöht sich die Förderung auf 20 % der Kosten.
- KfW-Förderung: Seit 2024 bietet die KfW einen ergänzenden Kredit an, der bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit umfasst. Bei einem Haushaltseinkommen unter 90.000 Euro sind Zinsvergünstigungen möglich.
Für eine reibungslose Antragsstellung und Maximierung der Fördermittel können Sie die Unterstützung eines zertifizierten Energieberaters in Anspruch nehmen. Achten Sie darauf, die Förderanträge vor Beginn der Baumaßnahmen einzureichen.
Indem Sie sich über aktuelle Fördermöglichkeiten informieren und diese optimal nutzen, können Sie die Investitionskosten für Ihre energetische Sanierung erheblich reduzieren und gleichzeitig langfristig Energiekosten einsparen.