Mischen von Lackfarben – So geht’s
Um Lackfarben korrekt zu mischen, sollten Sie sicherstellen, dass die gewählten Lacke kompatibel sind. Hier sind die wesentlichen Schritte und Tipps für ein erfolgreiches Mischen:
- Probemischung Anfertigen: Bevor Sie größere Mengen mischen, fertigen Sie eine kleine Probemischung an. Nutzen Sie eine separate Farbwanne und notieren Sie sich das Mischverhältnis, z.B. drei Teile Weiß zu einem Teil Rot. Testen Sie die Mischung auf einem weißen Papierstück, um den resultierenden Farbton zu prüfen.
- Größere Mengen Mischungen: Wenn Sie mit dem Probemix zufrieden sind, berechnen Sie den gesamten Bedarf für Ihr Projekt. Mischen Sie ausreichend Farbe für die gesamte Fläche, da eine identische Nachmischung schwierig ist.
- Gründliches Vermischen: Mischen Sie größere Mengen gründlich durch. Sie können mehr als zwei Farben kombinieren, solange sie qualitativ kompatibel sind. Grundlegendes Wissen über Farbtheorie hilft, die gewünschten Töne präzise zu erzielen.
- Verwendung von Abtönfarben: Fügen Sie Ihrem Basislack schrittweise Abtönkonzentrate hinzu, um den gewünschten Ton zu erzielen. Starten Sie mit wenigen Tropfen und erhöhen Sie langsam die Menge. Ein Beispiel ist das Mischen von Weiß mit wenigen Tropfen Umbra oder Schwarz, um einen gedämpften Farbton zu erzeugen.
- Wichtige Hinweise Beherzigen: Verwenden Sie nur kompatible Bindemittel. Mischen Sie z.B. keinen wasserbasierten Acryllack mit lösemittelbasiertem Kunstharzlack. Führen Sie bei Unsicherheiten eine kleine Verträglichkeitsprüfung in einem Einwegbehälter durch.
Durch Befolgen dieser Schritte erzielen Sie gleichmäßige und schöne Ergebnisse, vermeiden unerwünschte Reaktionen oder Farbabweichungen.
Lacke mischen lassen – Der Service für Ihren Wunschfarbton
Wenn Ihnen das eigenhändige Mischen von Lacken zu kompliziert ist oder Sie einen spezifischen Farbton benötigen, empfiehlt es sich, professionelle Farbmischservices zu nutzen. Diese Services bieten eine riesige Auswahl an Farbtönen, die präzise nach Ihren Vorgaben gemischt werden. Zahlreiche Anbieter können mehr als eine Million Farbtöne exakt nachmischen – egal ob Wandfarben, Lacke, Lasuren oder spezielle Beschichtungen.
Ein großer Vorteil dieser Dienste ist die Möglichkeit, den Farbton auch Jahre später exakt reproduzieren zu lassen. Dies ist besonders nützlich für Nachbesserungen oder das Streichen zusätzlicher Flächen. Sie wählen einfach den gewünschten Farbton und das passende Basisprodukt aus, und das System mischt die Farbe automatisch für Sie. Dies garantiert konsistente Farbtöne für jedes Projekt.
Worauf Sie beim Mischen von Lacken achten sollten
Beim Mischen von Lacken gibt es einige wichtige Aspekte, die für ein optimales Ergebnis und das Vermeiden unerwünschter Reaktionen beachtet werden müssen:
- Gleiche Bindemittel verwenden: Acryllacke können bedenkenlos untereinander gemischt werden, ebenso Kunstharzlacke. Vermeiden Sie das Mischen von wasserbasierten Lacken mit lösungsmittelbasierten.
- Verträglichkeitsprüfung durchführen: Testen Sie verschiedene Lacke zunächst in kleinen Mengen auf chemische Reaktionen oder Inkompatibilitäten.
- Saubere Werkzeuge verwenden: Nutzen Sie stets saubere Rührstäbe und Gefäße, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Mischungsverhältnisse notieren: Dokumentieren Sie genaue Mischungsverhältnisse, um konsistente Ergebnisse zu erzielen.
- Geeignete Abtönpigmente nutzen: Geben Sie Abtönpigmente schrittweise hinzu, um die gewünschte Farbe präzise zu erreichen.
Durch die Beachtung dieser Hinweise stellen Sie sicher, dass Sie beim Mischen von Lacken gleichmäßige und zufriedenstellende Resultate erzielen.
Mischungsverhältnisse – Weniger ist mehr
Das genaue Mischungsverhältnis ist entscheidend für die Farbqualität. Es wird in Gewichtseinheiten angegeben, da verschiedene Pigmente unterschiedliche Gewichte haben können. Beispielsweise bedeutet ein Verhältnis von 1:4, dass ein Teil Abtönfarbe mit vier Teilen Basislack gemischt wird.
Halten Sie sich stets an die spezifischen Angaben des Herstellers, um die Leistung und Haltbarkeit des Lacks nicht zu beeinträchtigen. Dokumentieren Sie die genauen Mengen und Verhältnisse für eine spätere Nachmischung. Es ist ratsam, stets etwas mehr Farbe anzurühren, als Sie benötigen, um Farbunterschiede durch Nachmischen zu vermeiden.