Die wichtigsten Maße für Ihre Lichtkuppel
Für eine erfolgreiche Auswahl und Installation einer Lichtkuppel sind genaue Maße entscheidend. Diese Maße gewährleisten nicht nur die Passgenauigkeit der Lichtkuppel, sondern auch ihre optimale Funktionalität. Hier sind die maßgeblichen Abmessungen, die Sie beachten sollten:
Tageslichtmaß
Das Tageslichtmaß bestimmt, wie viel natürliches Licht in Ihren Raum gelangt. Es wird an der Oberkante des Aufsatzkranzes gemessen und gibt an, welcher Bereich tatsächlich lichtdurchlässig ist.
Dachöffnungsmaß
Das Dachöffnungsmaß beschreibt die Aussparung im Flachdach, die erforderlich ist, um die Lichtkuppel samt Aufsatzkranz einzubauen. Damit die Lichtkuppel mit dem Dach perfekt abschließt, muss dieses Maß genau stimmen.
Standardgrößen und Formen
Lichtkuppeln sind in verschiedenen Standardgrößen und Formen erhältlich, die sich je nach Hersteller und Modell unterscheiden. Hier einige häufig verwendete Größen:
- Quadratische Lichtkuppeln: 50×50 cm, 100×100 cm, 120×120 cm, 150×150 cm.
- Rechteckige Lichtkuppeln: 50×100 cm, 100×200 cm, 120×180 cm, 150×240 cm.
- Runde Lichtkuppeln: Durchmesser von 60 cm bis 300 cm.
- Pyramidenförmige Lichtkuppeln: Querschnitte analog zu quadratischen und rechteckigen Varianten, jedoch in pyramidaler Form.
Anpassung an das Dach
Je nach Dachtyp und Art des Aufsatzkranzes müssen Sie die passenden Maße ermitteln. Bei geraden Aufsatzkränzen entspricht das Dachöffnungsmaß dem Tageslichtmaß. Bei schrägen Aufsatzkränzen ist die Öffnung größer und richtet sich nach der Neigung des Kranzes (häufig /20 oder /30). Zum Beispiel muss bei einer Neigung von /20 das Dachöffnungsmaß um 20 cm je Seite größer sein als das Tageslichtmaß.
Besondere Anforderungen
Für bestimmte Anwendungen, wie z.B. den Einbau in Treppenhäuser zur Rauch- und Wärmeabführung (RWA), müssen oft spezifische geometrische Öffnungsflächen eingehalten werden. Beachten Sie hierbei die Landesbauordnung und die Vorschriften der Berufsgenossenschaften, um sicherzustellen, dass die lichte Öffnungsfläche den geforderten Anforderungen entspricht. Ein Beispiel: Für eine geforderte Öffnungsfläche von 1 m² benötigen Sie eine Lichtkuppel mit mindestens 120×120 cm Tageslichtmaß.
Genaue Vermessungen und die Berücksichtigung dieser Maße gewährleisten, dass Sie die richtige Lichtkuppel auswählen und optimal installieren können.
Maße bei einer bestehenden Lichtkuppel
Wenn Sie vorhaben, eine bestehende Lichtkuppel auszutauschen, ist eine präzise Vermessung unerlässlich. Stellen Sie hierbei sicher, dass Sie die folgenden Schritte einhalten:
1. Tageslichtmaß bestimmen:
Das Tageslichtmaß ist die lichte Weite der vorhandenen Lichtkuppel. Messen Sie dieses Maß von innen entlang der Oberkante des Aufsatzkranzes. Dieser Bereich zeigt Ihnen an, wie viel natürliches Licht durch die Kuppel einfällt.
2. Ausschnittmaß/Dachöffnungsmaß ermitteln:
Messen Sie die Dachöffnung, in der die Lichtkuppel eingebaut ist. Dieses Maß sollte größer als das Tageslichtmaß sein, da es den Rahmen der Kuppel mit einschließt. Bei einer schon installierten Lichtkuppel hat diese in der Regel einen umlaufenden Flansch von 80 mm. Addieren Sie daher zu jeder Seite des Tageslichtmaßes 80 mm (insgesamt 160 mm), um das übermessene Maß zu berechnen.
3. Aufsatzkranz-Typ beachten:
Das Ausschnittmaß kann je nach Art des Aufsatzkranzes variieren. Gerade Aufsatzkränze erfordern in der Regel ein Dachöffnungsmaß, das dem Tageslichtmaß entspricht. Bei schrägen Aufsatzkränzen, die häufig mit einer Neigung wie /20 oder /30 gekennzeichnet sind, müssen Sie zur Länge und Breite des Tageslichtmaßes zusätzliche 20 cm bzw. 30 cm hinzufügen.
Durch die genaue Ermittlung dieser Maße gewährleisten Sie, dass die neue Lichtkuppel perfekt in die bestehende Dachöffnung passt und optimal funktioniert.
Maße bei einem Neubau oder einer neuen Dachöffnung
Um die passenden Maße für eine Lichtkuppel bei einem Neubau oder einer neuen Dachöffnung zu ermitteln, sollten Sie strukturiert vorgehen. Dieser Prozess umfasst das Bestimmen der notwendigen Lichtkuppelgröße sowie die exakte Dimensionierung der Dachöffnung. Beachten Sie dabei folgende Schritte:
1. Tageslichtmaß festlegen:
Messen Sie zunächst die lichte Weite der gewünschten Dachöffnung. Dieses Maß bestimmt, wie viel natürliches Licht in den Raum gelangt und orientiert sich an der gesamten Raumgröße sowie -nutzung. Lichtkuppeln gibt es in verschiedenen Standardgrößen.
2. Dachöffnungsmaß bestimmen:
Das Maß der Dachöffnung hängt von der Art des Aufsatzkranzes ab.
Gerader Aufsatzkranz: Die Dachöffnung entspricht in diesem Fall exakt dem Tageslichtmaß.
Schräger Aufsatzkranz: Hier muss die Dachöffnung größer als das Tageslichtmaß sein, bedingt durch die Neigung des Kranzes. Bei einer Neigung von /20 erhöhen Sie jede Seite des Tageslichtmaßes um 20 cm.
3. Ein passender Untergrund:
Achten Sie darauf, dass der Untergrund der Dachöffnung eben und statisch tragfähig ist. Unebenheiten gleichen Sie beispielsweise durch eine aufgedoppelte Holzunterkonstruktion aus.
4. Berücksichtigung der Bauvorschriften:
Beachten Sie die gesetzlichen Vorschriften wie die Landesbauordnung oder DIN-Normen, insbesondere wenn die Lichtkuppel in Bereichen wie Treppenhäusern zur Rauch- und Wärmeabführung (RWA) eingebaut werden soll.
Durch das sorgfältige und genaue Messen können Sie sicherstellen, dass die Lichtkuppel optimal in Ihr Flachdach passt und somit die gewünschte Menge an Tageslicht liefert sowie funktional und effizient installiert ist.
Verschiedene Formen und Ausführungen von Lichtkuppeln
Lichtkuppeln gibt es in einer Vielzahl von Formen, die jeweils auf unterschiedliche architektonische Anforderungen und ästhetische Vorlieben abgestimmt sind. Die gängigsten Formen sind:
- Quadratisch: Diese Form ist in Größen von 50 x 50 cm bis 150 x 150 cm erhältlich und eignet sich gut für symmetrische Dachflächen.
- Rechteckig: Diese Lichtkuppeln bieten eine größere Lichtfläche und sind in Größen wie 50 x 100 cm oder 100 x 200 cm verfügbar.
- Rund: Mit Durchmessern von 60 cm bis 300 cm sind runde Lichtkuppeln vielseitig einsetzbar und passen sich gut in verschiedenste Dachdesigns ein.
- Pyramidenförmig: Erhältlich sowohl in quadratischen als auch rechteckigen Querschnitten, bieten diese Kuppeln eine besondere optische Aufwertung für Ihr Flachdach.
- Oval: Diese spezielle Form bietet eine harmonische Ästhetik und wird oft in einzigartigen architektonischen Projekten eingesetzt.
Neben den verschiedenen Formen gibt es auch unterschiedliche Materialien, aus denen Lichtkuppeln gefertigt werden. Sie können unter anderem aus Acrylglas, Polycarbonat oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt werden. Diese Materialien unterscheiden sich in ihren Lichtdurchlässigkeitswerten, Wärmeisolationsfähigkeiten und Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse.
Je nach Bedarf können Lichtkuppeln auch besondere Funktionen erfüllen. Es gibt Varianten, die durch ihre Konstruktion wärmegedämmt sind und U-Werte von bis zu 0,83 W/m²K erreichen. Darüber hinaus sind lichtundurchlässige Dunkelklappen, Insektenschutzvorrichtungen und Einbruchschutzsysteme verfügbar. Weiterhin können Sie Lichtkuppeln wählen, die sich manuell oder elektrisch öffnen lassen, um eine natürliche Belüftung zu ermöglichen.
Durch diese breite Auswahl können Sie sicherstellen, dass Ihre Lichtkuppel nicht nur funktional ist, sondern auch ästhetisch Ihren Bedürfnissen entspricht. Berücksichtigen Sie beim Kauf unbedingt Ihre spezifischen Anforderungen und die baulichen Gegebenheiten Ihres Flachdachs, um die optimale Lichtkuppellösung zu finden.