Gesetzliche Regelungen zur Lautstärke von Rasenmähern
Die Lautstärke von Rasenmähern wird durch die 32. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) geregelt, die auch andere Gartengeräte wie Rasentrimmer, Motorsensen und Kettensägen betrifft.
Nutzungszeiten und Lautstärkebegrenzungen
In Wohngebieten gelten folgende Nutzungszeiten für Rasenmäher:
Werktags: Geräte mit einem Schalldruckpegel über 88 dB(A) dürfen nur zu bestimmten Zeiten betrieben werden:
Zwischen 9:00 und 13:00 Uhr
Zwischen 15:00 und 17:00 Uhr
Es gilt eine Mittagspause von 13:00 bis 15:00 Uhr
Leisere Geräte: Elektro- oder Akkurasenmäher mit einem Schalldruckpegel unter 88 dB(A) und dem grünen EU-Umweltzeichen dürfen von 7:00 bis 20:00 Uhr genutzt werden.
Sonn- und Feiertage: Der Betrieb von Rasenmähern und anderen lauten Gartengeräten ist generell verboten.
Diese Regelungen helfen dabei, die Lärmbelästigung zu minimieren. Verstöße können zu Bußgeldern führen.
Regionale Unterschiede
Es kann zusätzliche lokale Vorgaben geben, die von den allgemeinen Vorschriften der BImSchV abweichen. Daher empfiehlt es sich, sich bei der lokalen Verwaltung über spezielle Bestimmungen zu informieren. Die Einhaltung dieser Regelungen trägt dazu bei, ein gutes Verhältnis zu Ihren Nachbarn zu bewahren.
Möglichkeiten, die Lautstärke beim Rasenmähen zu reduzieren
Um die Lärmbelästigung durch Ihren Rasenmäher zu reduzieren, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen:
1. Wartung und Pflege des Rasenmähers
Regelmäßige Wartung und Pflege sind entscheidend. Reinigen Sie das Gerät regelmäßig mit einer weichen Bürste und einem feuchten Lappen, um Schmutz und Pflanzenreste zu entfernen. Überprüfen Sie die Mähklingen und tauschen Sie abgenutzte oder beschädigte Klingen aus, um eine gleichmäßige und leisere Schnittleistung zu gewährleisten.
2. Optimierung der Geräteeinstellungen
Moderne Rasenmäher, insbesondere Mähroboter, bieten verschiedene Einstellungsoptionen. Überprüfen Sie die Einstellungen und aktivieren Sie gegebenenfalls spezielle Modi zur Geräuschreduzierung.
3. Anpassung der Mähzeiten
Wählen Sie Zeiten für das Mähen, die möglichst keine Störungen verursachen. Vermeiden Sie das Mähen während der Ruhezeiten. Mähen Sie möglichst nicht nachts, um nachtaktive Tiere wie Igel zu schützen.
4. Kommunikation mit den Nachbarn
Informieren Sie Ihre Nachbarn über geplante Mähzeiten und zeigen Sie sich kompromissbereit bei Beschwerden. Eine offene Kommunikation kann viele Missverständnisse vermeiden und zu einer einvernehmlichen Lösung führen.
Indem Sie diese Tipps umsetzen, tragen Sie zur Reduzierung der Lärmbelastung für sich und Ihre Nachbarn bei.