Die perfekte Grundierung für Reibeputz: Was Sie wissen müssen
Eine optimale Grundierung ist entscheidend für die langlebige Haftung und das gleichmäßige Aussehen Ihres Reibeputzes. Sie fungiert als Vermittler zwischen Untergrund und Putz, sorgt für eine gleichmäßige Saugfähigkeit und ist besonders wichtig bei stark saugenden oder unebenen Flächen. Hier sind die wesentlichen Aspekte, die Sie beachten sollten:
- Auswahl der richtigen Grundierung: Wählen Sie eine Grundierung, die auf Ihre spezifischen Untergründe abgestimmt ist. Beton, Gipskartonplatten und Ziegelmauerwerk erfordern unterschiedliche Grundierungen.
- Vorbereitung: Reinigen Sie den Untergrund gründlich. Entfernen Sie Staub, Fett und andere Verunreinigungen. Gleichen Sie Unebenheiten mit einer geeigneten Spachtelmasse aus und lassen Sie die Fläche vollständig trocknen.
- Anwendung: Rühren Sie die Grundierung gut um und tragen Sie sie gleichmäßig mit einem Quast, einer Rolle oder einem Pinsel auf. Arbeiten Sie besonders sorgfältig in Ecken und an Kanten.
- Trocknungszeit: Lassen Sie die Grundierung ausreichend trocknen. Dies kann je nach Produkt und Umgebungstemperatur zwischen 4 und 24 Stunden dauern.
- Farbtonanpassung: Bei farbigem Reibeputz kann es sinnvoll sein, die Grundierung im gleichen Farbton einzufärben, um ein gleichmäßiges und harmonisches Endergebnis zu erzielen.
Die Einhaltung dieser Schritte stellt sicher, dass Ihr Reibeputz optimal haftet und langlebig bleibt.
Grundierungsmethoden für Reibeputz
Um Reibeputz gut zu verarbeiten, ist die Wahl der passenden Grundierung entscheidend. Je nach Material und Beschaffenheit der Wand gibt es unterschiedliche Methoden, um den Untergrund optimal vorzubereiten.
Tiefengrund zur Regulierung der Saugfähigkeit
Ein Tiefengrund ist ideal, wenn Ihr Untergrund stark saugt oder unterschiedliche Saugfähigkeiten innerhalb einer Fläche aufweist.
- Vorgehensweise: Rühren Sie den Tiefengrund gründlich um und tragen Sie ihn gleichmäßig mit einer Rolle, einem Quast oder einem Pinsel auf. Lassen Sie den Grund mindestens mehrere Stunden trocknen.
- Geeignete Untergründe: Stark saugende Oberflächen wie Kalkputz, Zementputz und stark saugende Unterputze.
- Ungeeignete Untergründe: Nicht saugende oder wasserabweisende Flächen.
- Besondere Hinweise: Bei stark unterschiedlicher Saugfähigkeit können Sie nach der ersten Schicht eine zweite Schicht Tiefengrund auftragen.
Universalgrundierung für gleichmäßige Haftung
Eine Universalgrundierung bietet sich an, wenn Sie eine ausgeglichene Haftung zwischen unterschiedlich saugenden Arealen schaffen möchten.
- Vorgehensweise: Rühren Sie die Grundierung gut durch. Beginnen Sie mit einem Pinsel an den Kanten und Ecken. Anschließend tragen Sie die Fläche gleichmäßig mit Rolle oder Quast auf. Die Trocknungszeit beträgt hier mindestens 24 Stunden.
- Geeignete Untergründe: Neu aufgebrachte Unterputze wie Kalkzement- oder Zementputze sowie Armierungsputze.
- Ungeeignete Untergründe: Gipskartonplatten und tapezierte Flächen, da hier ein spezieller Sperrgrund besser geeignet ist.
- Besondere Hinweise: Eine eingefärbte Grundierung im Farbton des Reibeputzes unterstützt ein harmonisches Endergebnis.
Haftgrund für schwach saugende und glatte Untergründe
Ein Haftgrund verbessert die Haftung des Reibeputzes auf glatten und nicht saugenden Untergründen.
- Vorgehensweise: Vor der Anwendung das Mittel gut umrühren und gleichmäßig auftragen. Nutzen Sie hierzu Pinsel, Roller oder Quast. Verarbeiten Sie immer bei Temperaturen zwischen 5 °C und 30 °C und lassen Sie den Grund gut trocknen.
- Geeignete Untergründe: Beton, festhaftende Altanstriche und glatte Putzflächen.
- Ungeeignete Untergründe: Stark saugende Oberflächen ohne vorherige Tiefengrundbehandlung.
- Besondere Hinweise: Bei schwach kreidenden Untergründen sollte zusätzlich ein Tiefengrund verwendet werden, um die Oberfläche zu stabilisieren.
Durch die Wahl der passenden Grundierung gewährleisten Sie einen optimal vorbereiteten Untergrund, der für eine nachhaltige Haftung und ein perfektes Finish des Reibeputzes sorgt.
Vorbereitung des Untergrunds
Damit Ihr Reibeputz optimal haftet und ein ebenmäßiges Erscheinungsbild erhält, müssen Sie den Untergrund sorgfältig vorbereiten. Dabei sind folgende Schritte wesentlich:
- Schadstellen erkennen und ausbessern: Untersuchen Sie die Fläche auf Risse, Löcher oder feuchte Stellen. Kennzeichnen Sie diese Bereiche und bessern Sie sie mit einem geeigneten Füllstoff aus, um eine ebene Fläche zu schaffen.
- Alte Beschichtungen entfernen: Entfernen Sie alte Kalkanstriche, Leimfarben, Tapeten und Tapetenkleister vollständig. Nutzen Sie gegebenenfalls Wasser und Reinigungsmittel, um eine gründliche Reinigung zu gewährleisten. Lassen Sie die Fläche vollständig trocknen.
- Reinigung: Befreien Sie den Untergrund von Staub, Schmutz, Öl und Fett. Dies kann durch Abkehren, Abwaschen oder den Einsatz eines Hochdruckreinigers erfolgen. Stellen Sie sicher, dass keine pflanzlichen Rückstände oder Moos vorhanden sind.
- Risse und Unebenheiten ausgleichen: Befestigen Sie Risse mit einer Spachtelmasse und schließen Sie Unebenheiten. Verwenden Sie für Innenbereiche gipsbasierte Spachtelmassen und für Außenbereiche zementbasierte Varianten. Lassen Sie die Spachtelmasse gut trocknen, bevor Sie weiterarbeiten.
- Tragfähigkeit gewährleisten: Überprüfen Sie die gesamte Fläche auf Tragfähigkeit. Der Untergrund sollte fest, rissfrei und trocken sein. Bei schwach kreidenden Oberflächen tragen Sie zusätzlich einen Tiefengrund auf, um die Haftung zu verbessern.
Durch diese gründliche Vorbereitung schaffen Sie die Basis für ein langlebiges und ästhetisch ansprechendes Ergebnis. Achten Sie darauf, dass während der Trocknungsphasen keine Feuchtigkeit eindringt, insbesondere im Außenbereich sollten Sie auf passende Wetterbedingungen achten.