Schraubzwingen-Verlängerung: Verschiedene Methoden im Überblick
Um die Spannweite Ihrer Schraubzwingen zu vergrößern, gibt es verschiedene Lösungsansätze, die je nach Projektsituation und vorhandenen Werkzeugen variieren können. Hier sind einige erprobte Methoden, die Ihnen mehr Flexibilität bei der Arbeit mit unterschiedlichen Werkstückgrößen bieten.
1. Nutzung von Rohrzwingen
Rohrzwingen bieten eine flexible und verlängerbare Alternative zu klassischen Schraubzwingen. Diese Zwingen bestehen aus einer verstellbaren Backe, die über ein Rohr gleitet. Durch Austausch oder Verlängerung des Rohrs können Sie die Spannweite den Anforderungen Ihres Projekts anpassen. Rohrzwingen sind ideal für große Werkstücke, da sie sich endlos erweitern lassen und somit nahezu unbegrenzte Spannweiten ermöglichen.
2. Einsatz von Endloszwingen
Endloszwingen ähneln Rohrzwingen, bieten jedoch ein weiterentwickeltes Führungsrohr. Die Spannweite kann durch Austausch des Führungsrohrs flexibel angepasst werden. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie regelmäßig Projekte mit unterschiedlichen Spannweiten haben.
3. Erweiterung von Korpuszwingen mit Verlängerungssätzen
Für spezielle Zwingentypen wie Korpuszwingen sind Verlängerungssätze erhältlich. Diese Sätze erweitern die Spannweite durch Hinzufügen von zusätzlichen Modulen, die mit Steckbolzen stabil angebracht werden können. Achten Sie darauf, dass die Verlängerungen mit Ihrem Zwingenmodell kompatibel sind.
4. Anpassungen mit Hilfshölzern
Hilfshölzer können als zusätzliche Ankerpunkte dienen. Platzieren Sie robuste, querliegende Hölzer auf beiden Seiten des Werkstücks und fixieren Sie diese fest. An diesen Hilfshölzern können Sie Ihre Zwingen ansetzen, um die Spannweite zu vergrößern. Um die Hölzer vor dem Verrutschen zu sichern, können Sie sie anschrauben oder mit zusätzlichen Zwingen fixieren.
5. Verwendung von Spanngurten
Spanngurte bieten eine flexible Alternative zu traditionellen Zwingen. Diese Gurte lassen sich um große oder unregelmäßig geformte Werkstücke spannen und bieten eine simple Möglichkeit, Druck auszuüben. Während Spanngurte in der Regel einen geringeren Pressdruck erzeugen als Schraubzwingen, sind sie gut für temporäre Fixierungen oder großflächige Anwendungen geeignet.
Verleimen mit kurzen Zwingen und Hilfshölzern
Falls Ihre vorhandenen Zwingen nicht ausreichen, um ein breites Werkstück zu spannen, können Sie Hilfshölzer als Verlängerungen nutzen. Platzieren Sie je ein Hilfsholz horizontal auf beiden Seiten des Werkstücks. Achten Sie darauf, dass die Hilfshölzer robust und gleichmäßig sind, um den Druck gleichmäßig zu verteilen. Zur besseren Fixierung können Sie Gummistreifen zwischen Werkstück und Hilfsholz legen.
Um die Hilfshölzer zu fixieren, haben Sie zwei Optionen:
- Anschrauben: Wenn Schraubenlöcher keine Rolle spielen, können Sie die Hilfshölzer direkt anschrauben.
- Festspannen: Alternativ können Sie die Hilfshölzer mit einer stärkeren Zwinge oder einem Spanngurt fixieren.
Setzen Sie anschließend Ihre Zwingen an den vorbereiteten Hilfshölzern an. Achten Sie darauf, die Zwingen etappenweise und abwechselnd anzuziehen, um einen gleichmäßigen Anpressdruck zu gewährleisten und eine optimale Leimfuge zu erreichen.
Durch diese Technik können Sie längere und größere Werkstücke effektiv verleimen, ohne in zusätzliches, spezialisiertes Werkzeug investieren zu müssen. So lässt sich auch in Ihrer Werkstatt mit vorhandenen Mitteln flexibel arbeiten.