Türzarge in Ständerwand einbauen – Anleitung
Für den Einbau der Türzarge in eine Ständerwand sind einige genaue Schritte notwendig, um eine stabile und funktionale Tür zu gewährleisten. Hier ist der Ablauf:
1. Platzierung der Türzarge:
Stellen Sie die zusammengebaute Zarge in die vorbereitete Öffnung der Ständerwand und sichern Sie sie, beispielsweise durch Keile, um ein Umfallen zu verhindern.
2. Ausrichtung:
Verwenden Sie eine lange Wasserwaage oder eine Alu-Richtlatte, um die Zarge präzise lotgerecht auszurichten. Stellen Sie sicher, dass die Ausrichtung sowohl vertikal als auch horizontal korrekt ist.
3. Fixierung:
Fixieren Sie die Zarge vorübergehend mit Spreizwerkzeugen oder Schraubzwingen, um ein Verrutschen während der weiteren Arbeiten zu verhindern.
4. Befestigung:
Je nach Türart und Wandkonstruktion verwenden Sie geeignete Befestigungsmittel. Verschrauben Sie die Zarge bei leichten Türen an den CW-Profilen, bei mittelschweren und schweren Türen beachten Sie zusätzliche Verstärkungen wie Holzaussteifungen innerhalb der CW-Profile oder spezielle UA-Profile.
5. Ausfüllen der Hohlräume:
Stopfen Sie die Hohlräume zwischen der Zarge und der Ständerwand mit Mineralwolle aus, um den Schallschutz zu erhöhen und die Stabilität zu verbessern.
6. Ausschäumen:
Tragen Sie PU-Schaum punktuell zwischen Zarge und Wand auf, um die Zarge endgültig zu fixieren. Nach dem Aushärten des Schaums schneiden Sie das überschüssige Material sauber ab.
7. Endmontage:
Entfernen Sie die Montagehilfen und prüfen Sie die endgültige Ausrichtung der Türzarge erneut. Justieren Sie bei Bedarf nach, bevor Sie die Türflügel einhängen und alle Schließmechanismen anbringen.
Vorbereitung der Türöffnung
Bevor Sie mit dem Einbau der Türzarge beginnen, sind einige wichtige Vorarbeiten zu erledigen:
1. Maße der Türöffnung überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die Türöffnung die korrekten Maße für die Türzarge sowie eine ausreichende Breite und Höhe bietet. Berücksichtigen Sie dabei die Türbreite und fügen Sie den erforderlichen Spielraum für die Zarge hinzu.
2. Türgewicht und Befestigungsart berücksichtigen: Ermitteln Sie das Gewicht des Türblatts inklusive Beschläge:
- Leichte Türen: CW-Ständerprofile verwenden.
- Mittelschwere Türen: CW-Profile mit eingelegter Holzaussteifung oder zwei ineinander geschobene CW-Profile nutzen.
- Schwere Türen: UA-Aussteifungsprofile (2 mm dick) verwenden und diese direkt an der Rohdecke verdübeln.
3. Platzierung der UW-Bodenprofile: Die UW-Bodenprofile korrekt positionieren und im Bereich der Türöffnung aussparen. Die Dübel für die Bodenprofile sollten maximal 100 mm von der Türöffnung entfernt sein.
4. Türsturz montieren: Montieren Sie einen Türsturz als obere Begrenzung der Türöffnung. Ein normales UW-Profil eignet sich hierfür, das an beiden Enden eingeschnitten und umgebogen wird. Alternativ können spezielle Türsturzprofile verwendet werden.
5. CW-Ständerprofile einsetzen: Stellen Sie zwei CW-Ständerprofile in das Türsturzprofil ein, um die korrekte Platzierung der späteren Beplankung zu sichern.
Mit diesen Vorbereitungen sorgen Sie dafür, dass die Türzarge nach dem Einbau fest und zuverlässig sitzt.
Einbau von leichten Türen (bis 25 kg)
Für den Einbau einer leichten Tür in eine Ständerwand sind spezielle Schritte erforderlich:
1. Vorbereitung der UW-Bodenprofile:
Befestigen Sie die UW-Bodenprofile links und rechts der geplanten Türöffnung mit Dübeln am Boden. Die Dübel sollten höchstens 100 mm von der Türöffnung entfernt sein.
2. Einsetzen der CW-Ständerprofile:
Stellen Sie die CW-Ständerprofile in die zuvor montierten UW-Profile am Boden und an der Decke ein und verbinden Sie die Profile im Bodenbereich.
3. Anbringung des Türsturzes:
Montieren Sie oberhalb der Türöffnung ein UW-Profil als Türsturz. Stellen Sie zwei CW-Ständerprofile in dieses Profil, um die spätere Beplankung zu unterstützen.
4. Befestigung der Türzarge:
Montieren Sie die Türzarge direkt an den CW-Ständerprofilen mithilfe von passenden Schrauben und achten Sie auf die genaue Ausrichtung der Zarge.
Einbau von mittelschweren Türen (bis 35 kg)
Beim Einbau einer mittelschweren Tür in eine Ständerwand sind verstärkende Maßnahmen erforderlich:
1. Verstärkung der CW-Profile:
Nutzen Sie CW-Profile mit eingelegter Holzaussteifung oder zwei ineinander geschobene CW-Profile.
2. Alternativ UA-Profile verwenden:
Sie können auch 2 mm dicke UA-Aussteifungsprofile verwenden, die über spezielle Anschlusswinkel direkt mit der oberen und unteren Rohdecke verdübelt werden. Die Profile werden nicht in die UW-Profile eingestellt.
3. Türsturz einbauen:
Montieren Sie einen Türsturz mit einem UW-Profil über der Türöffnung und stellen Sie zwei CW-Profile in das Türsturzprofil.
4. Prüfen und fixieren:
Stellen Sie sicher, dass alle Profile exakt ausgerichtet sind und fixieren Sie diese vorübergehend.
5. Schallschutz und Dämmung:
Füllen Sie Hohlräume um die Zarge mit Mineralwolle aus.
6. Endmontage der Türzarge:
Bringen Sie die Türzarge an den verstärkten Profilen an und justieren sie bei Bedarf.
Einbau von schweren Türen (über 35 kg)
Für den Einbau von schweren Türen in Ständerwände sind besonders stabile Konstruktionen erforderlich:
1. Verwendete Materialien:
Nutzen Sie 2 mm dicke UA-Aussteifungsprofile. Diese Profile müssen mithilfe spezieller Anschlusswinkel direkt an der oberen und unteren Rohdecke verdübelt werden.
2. Ausrichtung und Montage:
Stellen Sie sicher, dass die UA-Profile nicht in die UW-Profile eingestellt werden, um Deckendurchbiegungen auszugleichen. Schneiden Sie die UA-Profile gegebenenfalls kürzer.
3. Türsturz:
Setzen Sie ein UW-Profil als Türsturz ein und stellen Sie zwei CW-Profile in dieses Profil.
4. Beplankung und Verstärkung:
Achten Sie darauf, dass die Plattenstöße nicht auf den Aussteifungsprofilen liegen. Versetzen Sie die Plattenstöße um mindestens 20 cm.
5. Schallschutz und Dämmung:
Füllen Sie den Hohlraum um die Türzarge mit Mineralwolle aus.
Mit diesen strukturellen Maßnahmen können auch schwere Türen sicher in Ständerwände eingebaut werden.
Beplankung der Türöffnung
Für eine stabile und langlebige Konstruktion der Ständerwand ist die korrekte Beplankung der Türöffnung entscheidend:
1. Plattenzuschnitt und Fugenpositionierung:
Schneiden Sie die Gipskartonplatten so zu, dass die Stöße oberhalb der Türöffnung liegen. Halten Sie einen Mindestabstand von 150 mm zum Türsturz und 400 mm zwischen den Fugen der Platten links und rechts der Türöffnung ein.
2. Erste Beplankungslage:
Befestigen Sie die zugeschnittenen Gipskartonplatten mit Schnellbauschrauben an den senkrechten CW-Profilen oberhalb der Türöffnung.
3. Zweite Beplankungslage:
Verplanken Sie die gleiche Wandseite ein zweites Mal und versetzen Sie die Fugen zur ersten Lage. Bringen Sie Dämmmaterial in die Wandhohlräume ein und führen Sie die zweilagige Beplankung auf der gegenüberliegenden Seite durch.
4. Beplankung der vertikalen Stöße:
Vermeiden Sie horizontale Stöße im Bereich der Türöffnung oder führen Sie Klebefugen aus, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten.
5. Anschluss der Dämmung:
Arbeiten Sie die Dämmung im Wandhohlraum sorgfältig an die Zarge an.
Mit der richtigen Ausführung der Beplankung stellen Sie sicher, dass Ihre Türzarge fest und funktional integriert ist.
Schiebetüren
Schiebetüren sind eine praktische Alternative zu herkömmlichen Drehtüren und können entweder vor der Wand oder in der Wand laufend installiert werden:
1. Raumgewinn:
Schiebetüren benötigen keinen Schwenkbereich und bieten mehr nutzbare Fläche im Raum.
2. Montagevarianten:
- Vor der Wand laufend: Montieren Sie die Schiebetür mit Laufschienen vor der bestehenden Wand.
- In der Wand laufend: Die Tür verschwindet in einer speziellen Tasche innerhalb der Ständerwand.
3. Einbauverfahren:
Beginnen Sie mit der Montage der Durchgangszarge, bringen Sie die Laufschiene an und hängen Sie das Türblatt ein. Fixieren Sie eine Bodenführung und installieren Sie Türstopper an den Enden der Schiene. Verkleiden Sie die Laufschiene mit dekorativen Blenden.
4. Zusätzliche Hinweise:
Achten Sie auf dichte Verbindungen und hochwertige Materialien für den Schallschutz, berücksichtigen Sie die Bodenfreiheit und verwenden Sie wartungsfreundliche Systeme.
Mit diesen Schritten optimieren Sie die Funktion und Ästhetik Ihrer Schiebetürlösung.
Abschließende Arbeiten
Sicherstellen, dass alle Elemente korrekt und sicher montiert sind, um langfristige Stabilität und Funktionalität zu gewährleisten:
1. Überprüfung der Türfunktion:
Stellen Sie sicher, dass die Tür leichtgängig öffnet und schließt und der Spalt zur Zarge gleichmäßig ist.
2. Anbringen von Beschlägen:
Montieren Sie den Türgriff sowie die Schließmechanismen und überprüfen Sie deren Funktion.
3. Zierbekleidungen und Fugen:
Befestigen Sie die äußere Zierbekleidung und vergewissern Sie sich, dass alle Fugen zwischen Zarge, Platten und Wand dicht sind.
4. Bodenführung und Türstopper (bei Schiebetüren):
Installieren Sie eine Bodenführung und Türstopper, um die Bewegung der Tür zu begrenzen.
5. Endbehandlung der Oberflächen:
Behandeln Sie die Oberfläche der Türzarge je nach Material und schützen Sie Tür und Zarge während des gesamten Prozesses vor Beschädigungen.
6. Abschlusskontrolle:
Überprüfen Sie die gesamte Konstruktion und führen Sie notwendige Korrekturen durch.
Mit diesen abschließenden Arbeiten stellen Sie sicher, dass Ihre Türzarge in der Ständerwand optimal eingesetzt ist und ästhetisch ansprechend wirkt.