Die Wahl der richtigen Zisternenpumpe
Um die optimale Zisternenpumpe auszuwählen, sollten Sie mehrere wichtige Kriterien berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Pumpe Ihren individuellen Anforderungen entspricht.
Fördermenge
Bestimmen Sie die Menge an Wasser, die pro Minute aus der Zisterne gefördert werden soll. Dies hängt von der Zahl und Art der Anwendungen ab, die mit Wasser versorgt werden müssen. Ein genauer Blick auf den tatsächlichen Wasserbedarf ist hier entscheidend.
Förderhöhe
Ermitteln Sie die maximale Höhe, in die das Wasser gepumpt werden muss. Dies umfasst nicht nur den Höhenunterschied zwischen der Zisterne und der höchsten Entnahmestelle, sondern auch den Leitungsdruck, der für den Betrieb der angeschlossenen Geräte erforderlich ist.
Leistung
Überprüfen Sie, wie viel Strom die Pumpe benötigt und stellen Sie sicher, dass Ihre Stromversorgung dafür ausgelegt ist. Die Leistung der Pumpe beeinflusst direkt ihre Effizienz und die Betriebskosten.
Material
Das Material der Pumpe sollte den Anforderungen Ihrer Wasserqualität entsprechen. Häufige Materialien sind Kunststoff, Edelstahl und Gusseisen. Edelstahl ist beispielsweise langlebiger und korrosionsbeständiger, speziell bei Wasser mit kleinen festen Partikeln.
Pumpentyp
Entscheiden Sie, ob eine Tauch- oder Saugpumpe besser für Ihre Situation geeignet ist. Tauchpumpen arbeiten geräuschärmer und effektiver, da sie direkt im Wasser betrieben werden. Saugpumpen sind einfacher zu warten, da sie außerhalb der Zisterne installiert werden. Beachten Sie, dass der Höhenunterschied bei einer Saugpumpe nicht mehr als 8 Meter betragen sollte.
Automatisierung und Schutz
Überlegen Sie, ob Sie eine Pumpe mit automatischer Steuerung (z.B. Druckschalter) und Trockenlaufschutz benötigen. Diese Funktionen schützen die Pumpe vor Schäden und bieten eine komfortable Nutzung, indem sie die Pumpe je nach Wasserbedarf ein- und ausschalten und vor dem Laufen ohne Wasser bewahren.
Zisternen-Tauchpumpe (Nassaufstellung)
Eine Zisternen-Tauchpumpe wird direkt in die Zisterne eingesetzt und funktioniert effizient, da das Wasser durch ein Ansauggitter direkt in die Pumpe fließt. Diese Bauweise verhindert, dass größere Partikel wie Blätter oder Steinchen in die Pumpe gelangen und Schäden verursachen. Durch die direkte Wasseraufnahme arbeitet die Pumpe geräuschlos, weil das Wasser die Betriebsgeräusche dämpft.
Installation und Handhabung
- Aufstellen der Pumpe: Lassen Sie die Tauchpumpe an einem Seil in die Zisterne herab, aber nicht am Stromkabel. Die optimale Positionierung liegt etwa 10 cm über dem Zisternenboden, um Sedimentansammlungen zu vermeiden.
- Anschlüsse verbinden: Befestigen Sie den Ablaufschlauch an der Pumpe und verbinden Sie ihn mit den gewünschten Anwendungen. Verwenden Sie dabei stets einen Schlauch- oder Rohrdurchmesser, der mindestens so groß ist wie der Pumpenauslass, idealerweise größer.
- Stromversorgung: Schließen Sie die Pumpe an das Stromnetz an, um den Betrieb zu starten.
Automatisierung und Schutzfunktionen
Viele Zisternen-Tauchpumpen sind mit komfortablen Steuermechanismen ausgestattet:
- Automatische Steuerung: Integrierte Druckschalter sorgen dafür, dass die Pumpe sich je nach Wasserbedarf selbst ein- und ausschaltet. Sollte Ihre Pumpe über keine automatische Steuerung verfügen, besteht die Möglichkeit, eine externe Pumpensteuerung nachzurüsten.
- Trockenlaufschutz: Einige Modelle kommen mit eingebautem Trockenlaufschutz, der die Pumpe automatisch abschaltet, wenn die Zisterne leer ist. Ist diese Funktion nicht vorhanden, ist es ratsam, einen externen Trockenlaufschutz zu installieren, um die Pumpe vor Überhitzung zu bewahren.
Zisternen-Saugpumpe (Trockenaufstellung)
Eine Zisternen-Saugpumpe wird außerhalb der Zisterne installiert und saugt das Wasser durch einen Ansaugschlauch an. Der Höhenunterschied zwischen Zisterne und Pumpe sollte nicht mehr als 8 Meter betragen, um eine effiziente Leistung zu gewährleisten.
Installation und Betrieb
Die Installation einer Saugpumpe erfordert einige vorbereitende Maßnahmen:
- Dichtheit der Anschlüsse: Dichten Sie alle Anschlüsse und Kupplungen mit Teflonband ab, um eine luft- und wasserdichte Verbindung sicherzustellen. Dies verhindert den Eintritt von Luft, der die Saugkraft der Pumpe beeinträchtigen könnte.
- Ansaugschlauch füllen: Füllen Sie den Ansaugschlauch vollständig mit Wasser, indem Sie ihn mit der Öffnung nach oben halten, damit eventuell vorhandene Luft entweichen kann. Schließen Sie dann den gefüllten Schlauch an die Pumpe an.
- Pumpengehäuse befüllen: Füllen Sie das Gehäuse der Pumpe ebenfalls mit Wasser, damit sie sofort nach dem Einschalten funktionsfähig ist. Achten Sie darauf, dass der Saugkorb immer vollständig im Wasser hängt, um die kontinuierliche Wasseransaugung zu gewährleisten.
- Anschließen an das Stromnetz: Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, verbinden Sie die Pumpe mit dem Stromnetz und prüfen Sie den Betrieb.
Energieeffizienz und Druckbehälter
Einige Modelle sind mit einem Druckbehälter ausgestattet, welcher Wasser speichert und dafür sorgt, dass die Pumpe bei geringem Wasserbedarf nicht ständig aktiviert wird. Dies spart Energie und erhöht die Lebensdauer des Geräts. Wenn der Wasserbedarf steigt und der Druckbehälter leer ist, schaltet sich die Pumpe automatisch wieder ein, um den Behälter aufzufüllen.
Weitere Pumpentypen für die Gartenbewässerung
Neben den Zisternenpumpen gibt es eine Reihe anderer Pumpenarten, die sich ebenfalls für die Gartenbewässerung eignen und unterschiedliche Anforderungen erfüllen können. Hier sind einige Alternativen:
Gartenpumpen
Gartenpumpen sind vielseitig einsetzbar und können Wasser aus verschiedenen Quellen wie Zisternen, Brunnen oder Regentonnen fördern. Sie halten über längere Zeiträume einen stabilen Wasserdruck aufrecht, was sie besonders für die Versorgung von Systemen wie Sprinkler- oder Tropfbewässerungen geeignet macht.
Tiefbrunnenpumpen
Diese Pumpen sind speziell für große Tiefen entwickelt und können Wasser aus Tiefbrunnen fördern. Sie sind ideal, wenn eine zuverlässige Wasserversorgung aus großen Tiefen benötigt wird. Ihre hohe Leistungsfähigkeit ermöglicht auch den Betrieb von Bewässerungssystemen über lange Distanzen.
Hauswasserautomaten
Diese Geräte kombinieren eine Pumpe mit zusätzlichen Steuerungs- und Schutzmechanismen wie einen Druckschalter und einen integrierten Behälter zum Druckausgleich. Sie starten und stoppen automatisch je nach Wasserbedarf und sind effizient in der Nutzung von Regenwasser sowohl für den Garten als auch im Haushalt, beispielsweise für Toilettenspülungen oder Waschmaschinen.
Hauswasserwerke
Hauswasserwerke arbeiten ähnlich wie Hauswasserautomaten, umfassen jedoch größere Druckbehälter, die Wasser speichern. Dadurch reduziert sich die Häufigkeit der Pumpenstarts, was die Energieeffizienz verbessert und die Lebensdauer der Anlage verlängert. Sie sind besonders nützlich für Anwendungen, die einen konstanten Wasserdruck benötigen, wie etwa die Bewässerung von großen Gartenflächen oder die Versorgung von Haushaltsgeräten.
Funktionsweise der Zisternenpumpe
Die Funktionsweise einer Zisternenpumpe unterscheidet sich nach Art der Pumpe. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen Tauchpumpen und Saugpumpen, die jeweils spezifische Mechanismen und Einsatzbedingungen haben.
Zisternen-Tauchpumpe
Eine Zisternen-Tauchpumpe wird direkt in die Zisterne eingetaucht und operiert unter der Wasseroberfläche. Diese Pumpe zieht das Wasser durch ein Ansauggitter an, welches größere Partikel wie Blätter oder Steine fernhält und somit Schäden verhindert. Im Pumpengehäuse wird das Wasser durch eine Reihe von rotierenden Schaufelrädern (Impellern) gepresst, die für den notwendigen Druck sorgen.
Zisternen-Saugpumpe
Die Zisternen-Saugpumpe wird hingegen außerhalb der Zisterne aufgestellt und zieht das Wasser über einen Ansaugschlauch an. Hierbei muss die Pumpe zusätzliche Energie aufwenden, um das Wasser durch den Schlauch in das Pumpengehäuse zu befördern. Sobald sich das Wasser im Pumpengehäuse befindet, wird es mittels Impeller in den gewünschten Leitungen transportiert. Einige Modelle sind mit einem Druckbehälter ausgestattet, der Wasser speichert und so sicherstellt, dass die Pumpe bei geringem Wasserbedarf nicht ständig ein- und ausgeschaltet wird. Dies spart Energie und verlängert die Lebensdauer der Pumpe.
Zusammengefasst muss bei der Wahl zwischen Tauch- und Saugpumpen sowohl die Effizienz als auch die spezifischen Anforderungen und örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden, um die optimale Lösung für die Wasserförderung aus der Zisterne zu finden.